msnNOW ermittelt soziale Trends

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msnNOW ermittelt soziale Trends

 

Microsoft startet zwar kein eigenes soziales Netzwerk, dafür wurde aber versucht, die soziale Leseerfahrung von Facebook mit einem bereits etablierten Service zu verbinden. msnNOW evaluiert das Netz und sucht nach sozialen Trends, die den Usern zur Verfügung gestellt werden.

 

(16.02.2012; 13:30) MSN, eines der ältesten Web-Portale, begibt sich kopfüber in die Trends unserer Zeit, den sozialen Medien. Microsoft, der Betreiber von MSN, möchte kein eigenes soziales Netzwerk starten. Stattdessen wird ein neuer sozialer Reader, msnNOW, gestartet. Dieser Reader ist auf Facebook, über das Web sowie über eine neue Web-basierte mobile Anwendung zugänglich.

 

Content-Erstellung

Diese Initiative setzt sich aus zwei Elementen zusammen. Laut dem General Manager von MSN, Bob Visse, wird ein Team, bestehend aus 20 Redakteuren ein Nachfrage-Dashboard verwenden um Geschwindigkeit und Masse von Trend-Themen auf Facebook, Twitter, der Suchmaschine Bing und BreakingNews.com, einem Joint Venture von MSN und NBC, zu ermitteln.

 

Die so ermittelten Trends werden über msnNOW zugänglich sein, dafür wird die "Biggest Movers"-Box ständig aktualisiert. Ein zweites Team an Redakteuren wird Themen und Geschichten aus den sozialen Trends sowie Suchtrends auswählen und daraus 100 Wortzuschreibungen für Beiträge erstellen, die ebenso in msnNOW dargestellt werden.

 

Die soziale Komponente

Die Seite, die im Internet sowie in der neuen Facebook-Anwendung gleich aussieht, wird auf eine lange Hauptgeschichte und darunter einen Raster von anderen beliebten Storys enthalten. Visse beschreibt diesen Dienst als einen Fluss für Echt-Zeit-Inhalte. In jedem Bereich werden schmale Symbole für Twitter, Facebook und BreakingNews.com zu finden sein.

 

Die Anwesenheit eines dieser Symbole bei einer Story zeigt an, in welchem sozialen Netzwerk die Geschichte oder das Thema ein Trend ist. Diese Symbole sind nicht aber dafür gedacht, diese Inhalte in den jeweiligen Netzwerken zu teilen. Visse hat angekündigt, dass sowohl auf der Internet-Seite als auch in der Facebook-Anwendung Funktionen etabliert werden, um Inhalte teilen und Kommentare verfassen zu können.

 

Gemeinsam mit jedem erschaffenen MSN-Post erhalten die User eine Auswahl an Suchbegriffen, die innerhalb der Suchmaschine Bing von Bedeutung sind sowie Tweets und anderen Inhalte, die mit den Trends in Zusammenhang stehen. Es werden nicht alle Trendthemen mit einer Wortzuschreibung versehen. Trotzdem werden diese mit einem Bing-Link zugänglich sein. Dieser Link führt den User auf die Seite, auf der der Originalinhalt zu lesen sein wird.

 

Verjüngung von MSN

Laut Visse versucht MSN sich einer jüngeren Zielgruppe zu widmen. Dabei handelt es sich um sozial verbundene Verbraucher, die einen Online-Lifestyle leben, bei dem sie Informationen suchen und sammeln. Somit können manche Teile der Trend-Inhalte umfassender sein als andere. Das Portal wurde zudem so angelegt, dass die User eine Unterhaltung über ein Thema starten können.

 

Bei msnNOW handelt es sich um das erste Produkt, das auf drei Plattformen gleichzeitig gestartet wird. Ebenso stellt es die erste Entwicklung dar, bei der MSN eine interessante Verknüpfung mit der sozialen Leseerfahrung auf Facebook vollzogen hat. msnNOW wird nicht auf Google+ integriert werden, doch das Unternehmen ist offen für eine Integration zu einem späteren Zeitpunkt.

 

MSN kann sich derzeit über 125 Millionen angemeldeten, monatlichen Besuchern freuen. Die Protalseite verzeichnet pro Monat 75 Millionen Visits. Der neue Service soll nicht das alte Portal ersetzen, sondern vielmehr sollen Inhalte, die auf beiden Diensten zur Verfügung stehen, miteinander verbunden werden, um so den Traffic auf beiden Seiten zu erhöhen.

 

Der Service msnNOW stellt einen gewagten Versuch des Software-Riesen Microsoft dar. Ob der Service zu einem Aggregator oder zu einem Erschaffer wird, wird sich zeigen. Ebenso bleibt im Moment noch unklar, ob die Inhalte und die Medienunternehmen, die 100 Wortzuschreibungen akzeptieren werden oder ob sie diese als eine Kannibalisierung ihrer Inhalte ansehen werden.

 

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