YouTubes Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen

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YouTubes Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen

 
 

Die Plattform versucht mit Content ID und  Copyright School-Video den Urheberrechtsverletzungen den Garaus zu machen. Bereits über 100 Millionen illegale Inhalte wurden entdeckt. Unbelehrbaren Nutzern wird das Konto auf YouTube gesperrt.

 

(20. 02. 12:30) Das größte Problem mit dem sich Video-sharing Seiten, wie auch YouTube, herumschlagen müssen, ist das der Urheberrechtsverletzung. Trotz der Tatsache, dass YouTube ausdrücklich die User darauf aufmerksam macht, einzig und alleine legale Inhalte online zu stellen, werden täglich mehrere Tausend urheberrechtliche geschützte Videos auf das Portal geladen.

Auch wenn derlei Unternehmen nach dem DMCA, Digital Millenium Copyright Act, zufolge nicht für die Copyrightverletzungen seiner Nutzer verantwortlich gemacht werden kann, bietet YouTube den Rechteinhabern an, illegale Inhalte von der Plattform zu löschen.

Aufgrund mehrerer Klagen war YouTube gezwungen eine Technologie zu implementieren, mit der Copyrightverletzungen, Benachrichtigungen und auch Löschanfragen besser bearbeitet werden können. Um aber weiteren Klagen und Urheberrechtsverletzungen entgegen zu steuern, integrierte YouTube Content ID. An diesem System arbeitet man bereits seit 2007, als das Unternehmen erkannte, dass eine Video- und Audio- Kontrollsoftware in Zukunft dringend nötig sein könnte.

Dieses System ermöglicht Rechteinhabern zu ermitteln ob deren Inhalte unerlaubt in Teilen oder als Ganzes von Nutzern verwendet werden. In einem Video wird den Nutzern auch erklärt, wie Content ID funktioniert:

Die Rechteinhaber können Kopien von Aufnahmen, Videos und dergleichen bei YouTube einreichen. Daraufhin wird mittels Content ID die Referenzdatei in eine Database eingespielt. Darin befinden sich über 3.000.000 Dateien, von Liedern bis zu Filmen in kompletter Länge. Sobald jemand etwas auf YouTube hochlädt, läuft dieser Inhalt durch die Content ID. Bei positiven Übereinstimmungen, also Urheberrechtsverletzungen, gibt es drei Optionen aus denen der Rechteinhaber wählen kann, wie mit dem Video umgegangen werden soll.

Die erste ist harmlos und bedeutet lediglich, dass das Video geblockt wird und man es nicht ansehen kann. Zudem ist es möglich den Inhalt nur für einige Länder zu sperren und für andere zugänglich zu lassen. Bei der zweiten Variante ist der Inhalt online, der Rechteinhaber hat Zugriff auf Informationen über die Menge an Klicks und von wo aus die Videos angesehen werden. Das beinhaltet natürlich, dass der Rechteinhaber planen kann, rechtliche Schritte gegen den Nutzer in die Wege zu leiten. Die dritte Möglichkeit sieht vor, eine Werbung im Video zu schalten. Die Einnahmen davon gehen direkt an den Rechteinhaber.

Die Technologie läuft nach einer Studie von YouTube bereits seit 2009 und das auch sehr zuverlässig. Auch wenn es noch nicht alles aufdeckt, ist es bereits eine gute Technologie zur Erkennung von urheberrechtlich geschützten Inhalten. Im Dezember 2010 gab das Unternehmen bekannt, bereits über 100 Millionen illegale Videos entdeckt und entfernt wurden. Seit Einführung von Content ID im Jahr 2007 wächst die Anzahl an Referenzdateien stetig und hat vor kurzem die vier Millionenen-Marke überschritten.

Vor allem erweist sich Content ID für YouTube und auch Rechteinhaber als wahre Geldquelle. Über ein Drittel der YouTube-Einnahmen kommen über Content ID. Aber auch für Rechteinhaber ist es durch das Schalten von Werbungen in Videos eine recht gute Geldquelle. Auch die Nutzer scheinen mit diesem Arrangement zufrieden, da urheberrechtlich geschützte Videos dennoch online bleiben können und man nicht mit Restriktionen rechnen muss.

Neben der Einführung von Content ID entwickelte YouTube auch noch das Programm "Copyright School", um geschützte Inhalte vor Missbrauch zu schützen. Copyright School dient hauptsächlich als Leitfaden für Nutzer, um Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden. Die Plattform weist in einem kurzen, recht witzigen Video darauf hin, welche Konsequenzen es hat, wenn man geschützte Inhalte online stellt. Im wiederholten Falle kann dies auch zur Deaktivierung des Accounts führen.

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