Warnung über zu viel High-Tech in US-Autos

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Warnung über zu viel High-Tech in US-Autos

 
 

Verantwortliche der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde haben einen Richtlinien-Katalog für mehr Sicherheit im Auto veröffentlicht. Durch erhöhte Unfallgefahr fordert die NHTSA ein Verbot für die Nutzung von technischen Geräten während der Fahrt.

 

(20. 02. 2012; 10:00) Die geplanten, an sich freiwilligen Verhaltensvorgaben, beinhalten ein Handyverbot im Auto. Experten fordern ein generelles Verbot der Nutzung von technischen Geräten. Einer Studie aus dem Jahr 2010 zufolge soll es aufgrund der Nutzung, beziehungsweise Bedienung eines Smartphones oder eines Navigationsgerätes über 26.000 Mal zu einem Unfall gekommen sein.

Bereits im Dezember 2012 forderte die NHTSA zum ersten Mal ein absolutes Handyverbot am Steuer. Auch die Nutzung einer Freisprecheinrichtung sei, nach Angaben der Behörde, eine potentielle Gefahrenquelle, denn ausschlaggebend ist nicht die fehlende Hand am Lenkrad, sondern die mangelnde Konzentration auf den Straßenverkehr.

In dem Richtlinien-Katalog werden zudem auch die Automobilhersteller aufgefordert, das Ablenkungsrisiko durch technische Geräte zu minimieren. Die Vorschläge beziehen sich auf Kommunikations-, Unterhaltungs-, Informations- und auch Navigationsgeräte, die nicht maßgeblich notwendig sind, um sicher auf der Straße unterwegs zu sein.

Die Veröffentlichung des Katalogs kommt nur einige Tage, nachdem Barack Obama den Haushaltsplan für 2013 bekanntgab. Darin sind, für einen Zeitraum von sechs Jahren, 330 Millionen Dollar für Verkehrssicherheit vorgesehen.

Zudem wird gefordert, dass gewisse Funktionen von eingebauten Geräten im Auto je nach Bedarf, ein- beziehungsweise ausgeschaltet werden können. Während der Fahrt sollen sich diese Spielereien aber nicht aktivieren lassen.

Vor allem werden die Automobilhersteller aufgefordert, die Menühandhabung zu erleichtern und die Anzahl der zu drückenden Knöpfe zu minimieren. Auch visuelle Informationen müssen der Sicherheitsbehörde zufolge eingespart werden.

Generell versucht die NHTSA, National Highway Traffic Safety Administration, für das Fahren unnnötige Technik aus Autos zu verbannen. Es ist wirklich nicht notwendig, während des Wartens bei einer roten Ampel kurz einen Blick auf Facebook und Co zu werfen. Vor allem sollten Adressen auch vor Antritt der Fahrt ins Navi eingegeben werden und nicht währenddessen.

Warnmeldungen sind von diesen Forderungen ausgeschlossen, da sie entscheidend für die Sicherheit des Fahrers und der im Auto befindlichen Personen sein kann.

Die erste entscheidende Phase für die NHTSA ist es, bei den Herstellern durchzusetzen, dass eingebaute Geräte nicht jederzeit für den Fahrer nutzbar sein können. Später sollen alle technischen Devices eine Sperre für gewisse Funktionen während des Fahrens integriert bekommen.

Besonders für Autohersteller bedeutet dies einen Rückschritt in den Planungen. BMW und auch Mercedes begannen vermehrt in die Entwicklung von Bordcomputern mit Bluetooth und WLAN zu investieren.

Besonders Mercedes ist daran interessiert, seine Fahrzeuge auf dem neuesten Stand der Technik zu halten. So sollen allein 25 Entwickler nur damit beschäftigt sein, halbjährlich auf Mercedes zugeschnittene Applikation heraus zu bringen, die nicht nur auf dem Smartphone funktionieren, sondern auch auf dem Bordcomputer.

Derzeit gibt es verschiedene Ansätze, wie die Autos online gehen sollen. In erster Linie ist dazu ein Internetzugang notwendig. Viele Automobilhersteller setzen darauf, dass Smartphones sich mit dem Bordcomputer über Bluetooth verbinden. Dadurch hat der Fahrer die Möglichkeit, sich beispielweise eine Route über Google Maps zu erstellen und diese an seinen Bordcomputer via Bluetooth zu schicken.

Wie sich die technischen Entwicklungen mit den Forderungen der NHTSA künftig in Einklang bringen lassen, ist noch ungewiss.

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