USA: Terrorverdacht wegen Tweets

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USA: Terrorverdacht wegen Tweets

 
 

Zwei Briten konnten ihren Urlaub in Los Angeles nicht antreten, weil sie wegen Twitter-Posts als Terroristen verdächtigt wurden und ihnen die Einreise in die USA untersagt wurde.

 

(31.01.2012, 14:00) Zwei Briten verdanken Twitter und den US-Einreisebehörden einen geplatzten Urlaub: Als der Barbesitzer Leigh Van Bryan und seine weibliche Begleitung Emily Bunting einreisen wollten, klickten die Handschellen. Das Paar wurde in Gewahrsam genommen, stundenlang verhört und schlussendlich wieder zurück in die Heimat geschickt. Der Grund: Zwei alberne Tweets, die offenbar ausreichen, um in den USA als Terrorverdächtiger zu gelten.

 

"3 weeks today, we're totally in LA pissing people off on Hollywood Blvd and diggin' Marilyn Monroe up!": Mit diesen Worten kündigte der Twitter Nutzer spaßhalber seine USA-Reise an, wobei dies vom US-Heimatschutz offenbar zu ernst genommen wurde. In einem zweiten Tweet bat der Brite einen Freund um ein Treffen vor seiner Reise und postete: "[…] free this week for a quick gossip/prep before I go and destroy America?"

 

Offenbar verstehen die US-Behörden keinen britischen Humor. Die Tweets wurden nämlich als Hinweis für Terroranschläge gesehen und die Verdächtigen abgefangen. Die Begleiterin des mutmaßlichen Terroristen wurde als Komplizin behandelt. Van Bryan erklärte gegenüber der Presse, dass der Post mit dem Ausgraben von Marilyn Monroe eine Anspielung auf einen Scherz der US-Trickserie Family Guy gewesen sei und man "destroy" in England nicht nur nutzt, um auszudrücken, etwas zerstören zu wollen, sondern damit auch zu verstehen gibt, dass man ausgelassen feiern will.

 

So versuchte sich der junge Brite auch vor den US-Behörden zu rechtfertigen, die ihm allerdings klar machten, dass er mit den Tweets "echt Scheisse gebaut" hätte. Sehr absurd: Einigen Medienberichten zufolge sollen die Behörden gar die Koffer des Paares nach Spaten und Schaufeln durchsucht haben, mit denen sie Marilyn Monroe hätten ausgraben können.

 

Der US-Heimatsschutz hat sich dazu noch nicht zu Wort gemeldet. Es wird aber klar, dass soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter aktiv überwacht werden und man sich somit durchaus im Klaren darüber sein muss, dass öffentliche Einträge weite Kreise ziehen können. Vor allem die US-Behörden scheinen, was Drohungen gegen das Land betrifft, keinen Spaß zu verstehen.

 

Das Profil von Van Bryan wurde mittlerweile auf privat gesetzt und die Nachrichtenagentur Small World News Service eingestellt, die der Presse Fragen beantworten soll.

 

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