USA: Strafen für Samsung und Sharp wegen Preisabsprachen

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USA: Strafen für Samsung und Sharp wegen Preisabsprachen

 

Für LCD-Monitore wurden die Preise über Jahre nicht über den freien Markt bestimmt sondern zwischen Herstellern ausverhandelt. In den USA kam es nun zur Aushandlung eines Vergleiches, bei dem den beschuldigten Herstellern, darunter Samsung und Sharp, ein Bußgeld auferlegt wurde.

 

(28.12.2011, 17:00) Verbraucher wurden über Jahre übervorteilt, weil sieben Hersteller von Flachbildschirmen Preisabsprachen vorgenommen und für diese überhöhte Preise verlangt haben. Laut Anklage gab es zahlreiche Fälle, die dem Wettberwerbsgesetz eindeutig entgegenstehen.

So sollen sich Anfang 2000 etwa Topmanager von Sharp und Samsung gegenseitig über die erwarteten Produktionszahlen informiert haben. Der Preis für ein 15-Zoll LCD-Panel, welches sehr häufig in Notebooks eingebaut wird, wurde daraufhin von 640 auf 660 Dollar angehoben. Nun müssen die Beschuldigten insgesamt mehr als 550 Millionen Dollar zahlen. Unter den Herstellern finden sich auch Branchen-Giganten wie Samsung und Sharp.

Die Generalstaatsanwälte von insgesamt acht US-Bundesstaaten sowie einige Vebraucheranwälte haben gemeinsam einen Vergleich mit den Herstellern ausverhandelt, durch den die Firmen nun dazu verpflichtet sind, insgesamt 538 Millionen Dollar als Wiedergutmachung zu zahlen. Hinzu kommt eine weitere Strafe von 14 Millionen Dollar. Entschädigt werden sollen mit diesem Betrag vor allem Kunden die in der Zeit zwischen 1999 und 2006, in der die Preisabsprachen stattgefunden haben, Notebooks oder Computermonitore der Firmen gekauft haben.

Im Laufe des Verfahrens haben, so Floridas Generalstaatsanwältin Pam Bondi, mehrere Hersteller ihre Schuld eingestanden. Unter den Beschuldigten, die nun zur Kasse gebeten werden, finden sich auch Epson Imaging Devices, Hitachi Displays, Chi Mei Innolux, Chunghwa Picture Tubes und HannStar Display. Gegen LG und Toshiba läuft der Prozess währenddessen weiter, da sie sich nicht am Vergleich beteiligten.

Im vergangenen Jahr wurde wegen dem gleichen Vergehen von der EU-Kommission ein Bußgeld von 649 Millionen Euro verhängt. Man kann nur hoffen, dass durch ein rigoroseres Vorgehen gegen Verletzungen des Wettbewerbsrechts der Anreiz von Preisabsprachen für Hersteller abnimmt.

 

 

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