(21.02.2012, 20:27) Die Telekoms suchen immer wieder nach Möglichkeiten mehr Umsatz in die eigene Kassen zu lenken und sich nicht ganz Smartphone Herstellern und Apps auszuliefern. Deshalb soll ein neues Service etabliert werden. RCS-e ist der technische Begriff für diesen Dienst, ausgeschrieben bedeutet das Rich Communication Suite enhanced. Der Sinn ergibt sich aus dem, was der neue Dienst kann. Er ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Messaging-Diensten: eine Kombination aus WhatsApp und FaceTime.
RCS-e kann nämlich Textnachrichten und Dateien (also etwa Fotos und Videos) verschicken, und es kann während eines laufenden Telefonats eine Live-Videoverbindung zwischen den Teilnehmern aufbauen. Und das Ganze unabhängig vom Betriebssystem (iOS, Android oder Windows Phone) oder vom Netzbetreiber. Kleine Einschränkung: Der Netzbetreiber muss den Service natürlich anbieten. Aber allein in Deutschland sind außer der Telekom auch Vodafone und O2 mit von der Partie.
In der App kann man bequem navigieren, alle eingebauten Dienste lassen sich problemlos erreichen. Ingenieurstudium überflüssig. Das System zeigt dem Nutzer an, ob der gewünschte Kontakt online ist und ob er ein Videotelefonat führen kann. Letzteres beschränkt sich auf das UMTS-Netz.
Ab Sommer soll es RCS-e für Telekom-Kunden geben. Die App wird bei einigen neuen Smartphone-Modellen bereits installiert sein, für die anderen kann sie auf den jeweiligen Markplätzen heruntergeladen werden.
Olaf Hellmich, der bei der Telekom Deutschland für den neuen Dienst zuständig ist, stellt RCS-e im YouTube-Video vor.