Splash.FM: Ein soziales Netzwerk für Musik

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Splash.FM: Ein soziales Netzwerk für Musik

 

Das soziale Netzwerk Splash.FM konzentriert sich auf den Musikgeschmack von Usern. Die User können mit diesem Service ermitteln, ob sie ein Trendsetter sind oder doch nur ein Mitläufer, wenn es um gute Musik geht. Dieser Service verfügt zwar über ein nettes Drumherum, doch der eigentliche Inhalt dieses Service kann mit anderen Diensten, wie Spotify nicht konkurrieren.

 

(17.01.2012; 14:30) Jeder hat schon mal behauptet, dass er eine Band oder einen Musiker schon lange vorher mochte, bevor dieser wirklich berühmt geworden ist. Diese Behauptung kann jetzt mit Hilfe von Splash FM überprüft werden. Splash FM ist ein soziales Netzwerk für Musik mit dem Lieder geteilt werden können um eigene Splash Scores zu erhöhen, damit diese Lieder von anderen Usern gefunden werden.

 

Heute wurde eine private Beta-Version dieses Dienstes gestartet. Mit diesem Service kann man zu einem eigenen Trendsetter werden sowie anderen Trendsettern folgen. Die User können sich die Liste der beliebtesten Songs der gesamten Website bzw. des gesamten Netzwerkes anhören. Die größte Schwäche des Netzwerkes ist auch sein größtes Unterscheidungsmerkmal, denn der Dienst besitzt keine Streaming Lizenzen für Major-Label-Songs und daher kann man sich nur 30 Sekunden eines Liedes anhören. Lieder von Independent-Künstlern können natürlich in vollem Umfang gespielt und heruntergeladen werden.

 

Die User erhalten Zugang zu einer expansiven Bibliothek von vorinstallierten Songs sowie Proben und können sich diese anhören. Es können natürlich auch Lieder, die vielleicht nicht in der Bibliothek enthalten sind, hochgeladen werden. Das soziale Netzwerk erstellt für jeden User einen Splash Score, dieser ist das Maß für den Einfluss als Trendsetter. Der Wert erhöht sich ein jedes Mal, wenn dem Live Feed eines Users etwas geschieht. Desto mehr Hörer der empfohlenen Musik eines Benutzers folgen, desto höher ist sein Splash Wert.

 

Der Service Klout bewertet den Einfluss einer Seite im Web, Splash.FM hingegen möchten den Einfluss des Musikgeschmacks bewerten. User können Lieder entweder "Splashen" oder Songs als ihre Favoriten auf ihrer Seite präsentieren. Ein jeder Song verfügt über Splash Geschichte in dieser wird eine Reihenfolge der User erstellt, die den Song bereits als gut empfinden

 

Die beiden Studenten, Alex Gatof von der University of Michigan und Jason Fiedler von UPenn, haben diesen Service mit Input ihrer Freunde und Familien gegründet. Der Service baut auf HTML5 auf und ist ebenso als mobile Webseite zugänglich. Der Plan der beiden war es einen Service zu entwickeln, der iTunes affiliate-Links, gesponserte Platzierungen für Künstler sowie Analyse-Dienste für die Musikindustrie miteinander kombiniert.

 

Die große Frage ist, ob die User bereit sind Musik über Splash.FM zu nutzen, wenn sie diese über einen anderen Online-Service, wie einem Abo-Streaming-Dienst, YouTube oder iTunes ebenso konsumieren können. Es ist nicht sehr vorteilhaft, wenn man etwas hört, was einem Freund gefällt und der Song bereits nach 30 Sekunden endet. Noch vor einem Jahr waren die User bereit Samples von Liedern zu hören, doch zu Zeiten von Spotify erwarten sich anspruchsvolle Musikfans mehr. Ob sich Splash.FM durchsetzen wird, wird die Zukunft zeigen. Es scheint so, als wäre der Service nur für Musiksuchende, die vor allem nach Independent Musik suchen, besonders attraktiv.

 

Die ersten Eindrücke dieses Services zeigen mir, dass man seinen eigenen Splashwert sehr schnell steigern kann. Ich habe bis jetzt nur 6 Lieder gesplasht, aber trotzdem schon einen Splashwert von 56. Der maximale Splashwert dürfte 99 sein, dies lässt sich von anderen Profilen, die ich besucht habe, herauslesen. Ebenso dürften auch die Lieder keinen höheren Wert als 99 erhalten können. Denn der meistgesplashte Song Vamos a los levels hat einen Wert von 98 erreicht. Das Ergebnis meines ersten Testversuches ist, dass bei dem Service noch viel getan werden muss, wenn der Dienst wirklich das halten möchte, was er verspricht. Es muss noch ordentlich an der Beta-Version gearbeitet werden, bevor der Service für alle User geöffnet werden, denn sonst könnten dem Dienst bereits vor dem Beginn viele Benutzer abspringen.

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