(16.02.2012, 16:45) Am Samstag starb die Sängerin Whitney Houston in ihrer Badewanne, wobei die Todesursache gerade mittels toxikologischer Untersuchung ermittelt wird. Die Ergebnisse sollen dabei in sechs bis acht Wochen bekannt gegeben werden. Vermutlich führte eine durch eine Mischung aus Alkohol und Beruhigungsmitteln ausgelöste Bewusstlosigkeit zum Ertrinken der Sängerin.
In England stiegen unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Todes von Whitney Houston die Preise der Alben "Ultimate Collection" und "Greatest Hits" um 60 beziehungsweise um 25 Prozent im iTunes Store von Apple. Nach einer Protestwelle über Facebook und Twitter, bei der Houston-Fans ihren Ärger und ihre Empörung über Sonys makabere Geldmacherei ausdrückten, hat sich das Unternehmen zu Wort gemeldet und entschuldigt sich für die Preiserhöhung, die "versehentlich" erfolgt sei. Sobald man den Fehler entdeckt hat, so der Konzern, wurden die Preise korrigiert.
"Bei den Whitney Houston-Produkten wurde am Sonntag im iTunes Store von UK versehentlich der falsche Preis angegeben. Sobald wir den Fehler entdeckt haben, haben wir ihn sofort korrigiert. Wir entschuldigen uns für das verursachte Ärgernis.“
Der Tod prominenter Sänger lässt bei vielen Labels und Unternehmen der Musikindustrie wegen der gesteigerten Plattenverkäufe die Kasse klingeln. Ob es sich daher tatsächlich um ein "Versehen" handelte, dass die Alben falsch bepreist wurden, sei dahingestellt.
Sony verdient aber auch ganz ohne horrende Preissteigerungen sehr gut am Tod der 48-Jährigen. Innerhalb der ersten 24 Stunden nach Bekanntwerden des Unglücks wurden mehr als 887.000 Aufnahmen gegen Gebühren heruntergeladen. In Amerika wanderte das Album "The Greatest Hits" auf Platz sechs der Top Ten und in England finden sich nun fünf Houston-Singles unter den bestverkauften 200 Songs. Dieser Trend wird sich aller Voraussicht nach verstärken und könnte zu einer ähnlichen Euphorie und Verkaufszahlen führen, die durch den Tod von Michael Jackson in 2009 ausgelöst wurden. Damals wurden unglaubliche 35 Millionen Alben des verstorbenen Stars verkauft.