(05. 02. 2012; 15:00) In den letzten Tagen waren Smartphones besonders niedrigen Temperaturen ausgesetzt. Vielerorts merkte man auch in unseren Breitgraden gewisse Leistungseinbußen im Outdoor-Einsatz.
Die finnische Computerzeitschrift Mikro PC unterzog verschiedene Geräte einem besonders „coolen“ Test in einer Kältekammer. Die Temperaturen lagen weit außerhalb der Spezifikationen der Hersteller. Die derzeitig draußen herrschenden Minus Grade leider aber auch.
Bei null Grad Celsius funktionierten alle Geräte noch ohne Auffälligkeiten. Das erste Gerät, das iPhone 4S, fing bei Minus 5 Grad an erste Schwachstellen erkennen zu lassen. So meldete es einen SIM-Fehler, das Nokia N9 zeigte einen leeren Akku an. Bei -10 Grad kam es zum ersten Total-Ausfall. Das iPhone schaltete sich aufgrund eines leeren Akkus ab und ließ sich auch nicht mehr aktivieren.
Apple stellt auch in seinen Nutzungsbedingungen klar, dass die iPhones für Temperaturen zwischen 0 und 35 Grad konzipiert sind. Sollte das Gerät bei Minus Graden oder in einem tropischen Klima verwendet werden, wird von Seiten des Herstellers keine Garantie für das Gerät.
Bei den meisten Smartphones war zwischen -15 und -20 Grad der Kältetot eingetreten. Feature-Phones gaben erst ab Temperaturen von -25 Grad Celsius auf.
Als absoluter Testsieger geht Samsung Galaxy SII aus diesem Test hervor. Erst bei -35 Grad ließ sich das Gerät nicht mehr bedienen. Bis zu dieser Temperatur ließ es sich aber einwandfrei verwenden.
Die größte Schwachstelle waren bei diesem Test die Akkus. Aber auch die LC-Displays hatten ab Temperaturen von -10 Grad ihre Schwierigkeiten. Unbeeinträchtigt zeigten sich AMOLED-Displays.