Samsung Galaxy Tab 2 (7.0) mit Android 4 - erstes Hands on und [Video]
Samsung hat sein erstes Tablet mit Android 4.0.3 Ice Cream Sandwich beim European Forum 2012 in Prag vorgestellt. Es tritt die Nachfolge des ersten Tablets von Samsung an.
(13.02.2012, 23:55) Völlig überraschend hat heute Samsung ein neues Tablet für das schon seit November 2010 am Markt befindliche Galaxy Tab, das „Ur-Tablet“, präsentiert. Herausragendstes Merkmal ist die Software, nämlich Android 4.0.3 Ice Cream Sandwich. Es kommt im März auf den Markt. Als Listenpreise werden in skandinacien etwa 450 Euro für die Wifi und 530 Euro für die 3G Variante kolportiert. Die Straßenpreise werden dann wohl um etwa 70 Euro darunter liegen.
Offenbar hat Samsung sich ganz kurzfristig erst unmittelbar vor der Veranstaltung zur Präsentation entschlossen. Die ersten beiden Geräte wurden erst nach der Pressekonferenz in die sonst schon fix und fertig ausgestatteten Demo-Räume gebracht und an die Anti-Diebstahlsdrähte angeschlossen. So als wären die Tablets direkt vom Flughafen gekommen. In der Präsentation wurde auch eine Bezeichnung verwendet, die in den später am Tag erschienen Presseunterlagen noch geringfügig verändert wurden.
Neue Namenskonvention
Offiziell heißt das neue Tablet nun Galaxy Tab 2 (7.0). Das deutet darauf hin, dass es weitere Galaxy Tab 2 (x.y) geben wird, wobei in Klammern dann die Diagonale - etwa 10.1. oder 8.9 - angegeben wird.
Die Modellnummer ist GT-P3100 - damit ist auch das Rätsel gelöst, welches Tablet das schon seit einigen Tagen kursierende Gerät P31xx ist, das bei WiFi Zertifizierungen beobachtet wurde.
Überraschend war die Vorstellung auch deshalb, da das European Forum nur für Partner und Presse zugänglich ist und nur 2 Wochen vor dem Mobile World Congress stattfindet. Allerdings hält Samsung heuer keine Pressekonferenz, wird aber dennoch bei dem Event ein neues Tablet sowie ein neues Smartphone präsentieren. Das Tablet wird wohl die Modellnummer P5100 tragen, die ebenfalls bei WiFi Zertifizierungen entdeckt worden war. Und ich vermute, es wird sich um das Tab 2 (8.9) handeln, denn die Modellnummer P4100 wird wahrscheinlich für ein Tab 2 (7.7) reserviert sein, das aber erst um einiges später kommen wird.
Die Spezifikationen
Wie schon kurz nach der ersten Vorstellung des Geräts berichtet, ist die Hauptneuheit das Betriebssystem Android in der Version 4.0.3. Samsung stattet es zusätzlich mit seiner für Ice Cream Sandwich überarbeiteten Benutzeroberfläche TouchWiz aus, der ich gegenüber Android pur den Vorzug gebe. Dazu kommen noch einige besser als in Googles Version integrierte Apps wie Mail, Nachrichten sowie die diversen Hubs von Samsung (Game, Reader, Music und Video).
Das Display ist wie schon beim Zwischenmodell Galaxy Tab 7.0 Plus, das wohl in der Versenkung verschwinden wird, mit PLS-Technik ausgestattet, die unter anderem hohe Betrachtungswinkel ermöglicht. Der Screen löst 1.024 mal 600 Bildpunkte auf. Der Arbeitsspeicher ist 1 GByte groß, der interne Speicher je nach Modell 8, 16 oder 32 GByte. Mittels Micro-SD-Karte lässt er sich um bis zu 32 GByte erweitern.
Der Dual-Core Prozessor ist mit 1 GHz getaktet und erlaubt mit Android 4 ein völlig flüssiges Arbeiten.
Es wird eine WiFi und eine 3G Version geben, wobei für Deutschland wahrscheinlich mit einer kleinen Verzögerung eine „N“ Variante kommen wird, die Apple Geschmacksmuster nicht verletzt. Die 3G Version ist mit einem UMTS-Modul mit HSPA+ ausgerüstet, das Datentransferraten von bis 21 MBit/s im Downstream erlaubt
Beide Varianten enthalten außer WLAN noch IEEE (802.11b/g/n) auch Bluetooth 3.0. Die weitere Ausstattung umfasst ein GPS-Modul, Bewegungs- und Lagesensor, ein 4000-mAh-Akku sowie zwei Kameras. Die 3-Megapixel-Kamera auf der Rückseite eignet sich für Fotos, während mit der VGA-Webcam in der Front Videotelefonate geführt werden können.
Komplette Specs nach dem Video.
Erste Eindrücke
Das Tab 2 (7.0) liegt super in der Hand und greift sich gut an, obwohl die Rückseite aus Plastik besteht. Es ist mit 344 Gramm und einer Dicke von 10,5 mm leicht handhabbar. Die Android 4 Implementierung erlaubt flüssiges Arbeiten und die Übergänge sind nun endlich wirklich ruckelfrei. Die Benutzeroberfläche ist gegenüber 2.3 noch intuitiver geworden und auch das Fehlen der Hardware-Buttons sehe ich als Vorteil.
Das Video gibt einen ersten kurzen Eindruck vom Handling und dem Gerät: