Protest gegen SOPA: Die englische Wikipedia-Seite ist für 24 Stunden offline

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Protest gegen SOPA: Die englische Wikipedia-Seite ist für 24 Stunden offline

 

Die umstrittenen Gesetzesvorschläge SOPA und PIPA in Amerika haben für viel Protest durch Internetunternehmen gesorgt. Eine neue Protestwelle wird morgen, den 18. Jänner, gestartet. Viele, der weltweit operierenden Webseiten stellen ihre Seite offline, so auch Wikipedia. Webseiten, die sich dem Protest anschließen wollen, erhalten Hilfe von Google.

 

(17.01.2012; 09:00) Der Protest in den USA gegen die SOPA und PIPA Gesetzesvorschläge hält weiter an. Beide Vorschläge würden die Funktionsweise des Internet gravierend und obendrein negativ verändern. Doch innerhalb der letzten Tage erhielten die Gegner der SOPA/PIPA Gesetzgebung eine Menge an guten Nachrichten.

 

Das Weiße Haus hat sich gegen einige Schlüsselmängel der Gesetzgebung ausgesprochen und das bedeutet, dass beide Gesetzesvorschläge im Moment still stehen. Einige weltweit zugängliche Webseiten haben erklärt am Mittwoch, den 18. Jänner, ihre Seite herunterzufahren und diese zu schwärzen. Der Protest gegen die Anti-Piraterie-Gesetze vereint das Internet, auch Wikipedia nimmt daran teil. Der Protest soll bei denjenigen für Aufmerksamkeit sorgen, die bis jetzt noch nichts über das Thema wissen.

 

Die englische Wikipedia-Seite befindet sich auf der Liste der meist besuchten Seiten auf Platz 6, dies sowohl weltweit als auch in den USA. Laut dem Marktforschungsinstitut comScore wird die englischen Seite von Wikipedia pro Tag von durchschnittlich 25 Millionen Usern besucht. Die Protestaktion wurde von Jimmy Wales, dem Mitbegründer von Wikipedia, in einem Tweet bekannt gegeben. Die Online-Enzyklopädie versucht mit dieser Aktion die Haltung einiger Personen gegenüber SOPA und PIPA zu verändern. Wenn die Seite für einen Tag gesperrt ist, könnte das eine Menge Ärger bei den Usern erzeugen und damit für Unmut sorgen, der sich gegen diese Gesetzgebung richten könnte.

 

Am amerikanischen Tag der Zensur im November hat Tumblr seine Nutzer Dashboards zensiert. Jetzt folgen andere Web-Giganten diesem Beispiel und stellen ihre Seite offline. Weitere Seiten, die sich dem Protest gerne anschließen würden, aber befürchten ihre Suchmaschinenplatzierung zu verlieren, erhalten vom Google Mitarbeiter Pierre Far wichtige Tipps. Der wesentliche Schritt für Webseiten-Administratoren ist, einen 503-HTTP-Status-Code, der auf der "Dienst ist nicht verfügbar" hinweist, zu verwenden. Dieser Code teilt Google mit, dass diese temporären Bedingungen nicht zu den "echten Inhalten" gehören und daher werden diese von der Suchmaschine nicht berücksichtigt.

 

Die Rate wird aufgrund des 503-Codes zwar heruntergefahren, doch das ist normal, denn der Wert erholt sich wieder, wie nach einem Stromausfall. Administratoren, die nur einige Stellen auf der Seite schwärzen wollen, sollten diesen Status-Code nicht verwenden. Detaillierte Anweisungen für Protestaktiviten kann man unter dem Google+ Account von Far nachlesen. Ob die Protestwelle Wirkung erzielt, lässt sich noch nicht sagen. Auf jeden Fall hat der Protest durch das Aussprechen des Weißen Hauses gegen diese Gesetzesvorschläge Rückhalt innerhalb der Politik erhalten.

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