(08.02.2012, 16:30) Seit März 2010 gibt es Pinterest, ein Netzwerk in dem Nutzer Bilder und Collagen austauschen können. Zugang erhält man nur durch eine Einladung. Pinterest ist, obwohl es keine sehr innovative Plattform ist, eine vielbesuchte Webseite und kann, so das Marktforschungsinstitut Comscore allein in den Staaten knapp zehn Millionen Unique Visitors zählen.
Im Netz kam es nun in den letzten Tagen zu Diskussionen über Urheberrechte auf der Pinterest-Seite. Dabei stellte man sich die Frage, was Nutzer eigentlich legal teilen dürfen und was nicht. Dabei ist dem Blogger Josh Davis aufgefallen, dass Pinterest Links bestimmter Beiträge, die in dem Netzwerk als Pins bezeichnet werden, einfach austauscht und gegen Links mit einem Affiliate-Tracking-Code austauscht. Die Links führen damit zu diversen Online-Shops die ähnliche Inhalte und Dienste anbieten. Sobald Nutzer etwas auf diesen Unternehmensseiten kaufen, erlangt Pinterest einen Anteil am Umsatz.
Vor allem der Umstand, dass dies nicht veröffentlicht wird und Nutzer nicht wissen, dass die Links geändert wurden, wirft ein schlechtes Licht auf Pinterest. Kritiker verurteilen vor allem, dass der Konzern eine derartige Praxis nicht prominent erwähnt beziehungsweise den Nutzern nach dem Ändern des Links keine Mitteilung zukommen lässt. Das Unternehmen hat sich bisher noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.