(14.11.2011, 12:55) Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wurden im dritten Quartal 2011 in Westeuropa 14,8 Millionen PCs verkauft. Das entspricht einem Rückgang von 11,4% im Vergleich zum dritten Quartal 2010.
Die hohen Lagerbestände, die nun schon seit vier Quartalen das Wachstum verlangsamt haben wurden im dritten Quartal nun weitgehend geleert. Dennoch liegt die Performance unter der vergleichbarer Vorquartale. Normalerweise ist dritte Quartal im Konsumentenmarkt recht stark, wenn die Schule wieder beginnt.
Der Markt für mobile PCs wurde mit einem Rückgang von 12,6 noch stärker getroffen als die Desktops mit einem Minus von 8,7%. Das Marktsegment mit der stärksten Abnahme sind die Konsumenten mit einem Minus von 18,8%. Die erhoffte Migration zu Windows 7 fiel schwächer als erwartet aus, was auf die unsichere Wirtschaftslage zurückgeführt wird.
Trotz der Unsicherheiten um eine mögliche Aufgabe des PC-Geschäftes konnte HP seine Nummer 1 Position besser als erwartet behaupten. Der Rückgang ist geringer als der des Marktes. Stark verbessern konnten sich Asus mit einem Plus von 20,3% und Apple, die um 19,6% zulegten. Asus konnte Dell überholen und liegt nun auf Platz 3. Apple legte sowohl bei Unternehmen als auch Konsumenten zu, wobei die mobilen PCs sogar um 28% mehr verkauften.

Der deutsche Markt zeigte nun das fünfte aufeinanderfolgende Quartal mit einem Rückgang der Verkäufe. Die rund 3 Millionen verkauften PCs entsprechen einem Rückgang von 7,9% gegenüber dem Q3 2010. Das Heimsegment verlor sogar um 17%, verursacht auch durch die gestiegene Nutzung von Tablets. Das zeigt sich auch darin, dass mobile PCs um 8,8% zurückfielen, Desktops dagegen nur um5,9%.
HP ist nach wie vor Marktführer und konnte seinen Marktanteil sogar deutlich steigern. Zurückgeführt wird dies auf einen verstärkten Upgrade auf Windows 7 im professionellen Bereich. HP kommte damit Acer wieder von der Spitze verdrängen, die einen heftigen Rückgang von 42% hinnehmen mussten, vor allem durch den Ausfall der Netbooks.
Die stärksten Zuwächse zeigte Fujitsu mit einem Zuwachs von 26,4%. Insgesamt könnte sich der Markt nun stabilisieren, da gegenüber dem Vorquartal ein Plus von 23,5% verzeichnet wurde.
