(17.2.2012, 20:40) Im Video wird erklärt, die Angriffe seien nötig, da Megaupload nicht wieder freigegeben wurde. Die Pläne seien keineswegs aufs Eis gelegt, sondern könnten jederzeit gestartet werden. Das neue Ziel von Anonymous sind laut wie schon früher berichtet die DNS-Server, die die Grundlage des Web darstellen. Sie übersetzen eine Klartext-Adresse in einen Zahlencode. Sind sie ausgeschaltet ist das Web - nicht das Internet! - praktisch kaum noch nutzbar. Angeblich plant Anonymous am 31. März 2012 seine Distributed Denial of Service (DDoS)-Attacke und will ein neues Werkzeug gegen 13 Server-Cluster einsetzen um die DNS Server anzugreifen.
Damit werden die Domain-Namen - in unserem Fall www.telekom-presse.at -, der von einem User eingetippt wird, in eine aus Zahlen bestehende IP-Adresse umgewandelt. Mit der „Operation Global Blackout“ will ein Teil von Anonymous die Server lahmlegen. Dafür soll ein neues Tool verwendet werden, das als "Reflective DNS Amplification DDoS" bezeichnet wird.
Was Amplified bedeutet wird von Anonymous selbst erklärt: "Wir sagen 'amplified' (vergrößert), weil wir kleine Pakete nutzen, um großen Traffic hervorzurufen. Und 'reflective' (widerspiegelnd) trifft es, weil wir die Anfragen nicht an die Root-Namensserver selbst schicken, sondern stattdessen an bestimmte verwundbare DNS-Server, die für uns die Root-Server angreifen."
Experten glauben, dass die Angriffe durchaus realistische Erfolgschancen haben.
Auf ihrer Kommunikationsplattform Pastebin schreiben sie weiter: "Unser Tool basiert auf DHN von Antisec, enthält aber einige Fehlerkorrekturen, eine andere Liste mit Zielen und ist aus Geschwindigkeitsgründen etwas verschlankt. Das Prinzip ist einfach: Ein Fehler, der gefälschte UDP-Pakete akzeptiert, wird genutzt, um eine Flut von DNS-Anfragen auszulösen, die an 13 IP-Adressen umgeleitet und reflektiert werden. Weil es UDP erlaubt, können wir die Absender-IP auf die Adresse unseres Ziels ändern. Der DNS-Server sendet seine Antwort also an unser Ziel, und die Antwort ist immer länger als die Anfrage."
Da der Angriff mit festen IP-Adressen arbeite, benötigte er selbst keine DNS-Dienste. Man könne den Angriff also auch dann aufrechterhalten, wenn das ganze Internet ausfalle. Dies erschwere jede Verteidigung. "Das könnte eine Stunde dauern, vielleicht mehr, vielleicht sogar ein paar Tage. Jedenfalls wird es weltweit passieren. Jeder wird davon wissen." Ein Zeitpunkt wurde nicht genannt.
Übrigens, eine auch interessante Information kommt noch am Schluss des Videos über Anonymous selbst. Anonymous seine eine Idee und keine Gruppe, der man beitreten könne und die eine Organisationsstruktur habe.