Nokia stabilisiert Umsatz und steigert Geräteverkauf im Q3

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Nokia stabilisiert Umsatz und steigert Geräteverkauf im Q3

 
 

Nokia konnte die Talfahrt des Q2 stoppen, der Umsatz wurde stabilisiert, ein Gewinn erzielt, mehr Handys und sogar auch mehr Smartphones verkauft als im Vorquartal. Die Ergebnisse sind deutlich besser als erwartet.

 

(20.10.2011, 14:15) Die Unkenrufe über Nokia vieler selbsternannter Mobilfunkgurus verschallen ungehört. Im Q3 könnte Nokia seine Position wieder festigen, sogar die Zahl der verkauften Smartphones nahm gegenüber dem Q2 geringfügig zu.

Mit 16,8 Millionen verkauften Smartphones konnte Nokia gegenüber dem Vorquartal um 1% gegenüber 16,7 Millionen Stück marginal zulegen. Allerdings gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres fällt der Rückgang mit einem Minus von 38% noch immer sehr deutlich aus. Aber immerhin, der Verfall konnte gestoppt werden, wenn auch offenbar hauptsächlich durch Preisreduktionen, denn der Umsatz von 2,2 Milliarden Euro mit Smartphones bedeutet ein Minus von 7% gegenüber dem Q2 und ein Minus von 39% gegenüber dem Q3 2010.

Bei den Featurephones war Nokia aber sehr erfolgreich. Die 89,8 Millionen Stück bedeuten ein Plus von 25% gegenüber dem Vorquartal und auch ein Plus von 8% gegenüber dem Vorjahr. Der damit erzielte Umsatz von 2,9 Milliarden Euro bedeutet ein Plus von 14% gegenüber dem Q2 und ein Minus von ebenfalls 14% gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt hat Nokia 106,6 Millionen Mobile Devices verkauft und hat damit wohl seine Position als Nummer 1 im Markt gefestigt. Das bedeutet zwar gegenüber dem Vorjahr noch ein Minus von 3%, gegenüber dem Q2 aber ein deutliches Plus von 20%. Der Gesamtumsatz von 5,4 Milliarden Euro aus dem Bereich Devices & Services ging um 1% gegenüber dem Vorquartal und um 25% gegenüber dem Vorjahr zurück.

Beim Operating Profit verzeichnet Nokia noch immer ein leichtes Minus von 71 Millionen, aber bereits ein Plus 252 Millionen Euro nach Non-IFRS Regeln. Das Minus kommt aber von Nokia Siemens Networks, der Bereich Devices ist positiv. Auch der Cashflow ist mit 853 Millionen Euro sogar um 94% höher als im Vorjahr.

In seinen Anmerkungen zum Ergebnis verweist CEO Stephen Elop auf eine verbesserte Situation in den Sales Channels. Offenbar hatten diese im Q2 ihre Lager vollständig geleert und waren sehr abwartend. Mittlerweile scheint aber die Stimmung für Nokia wieder wesentlich positiver zu sein, als noch vor 3 Monaten. Elop wörtlich: „Unsere Ergebnisse des Q3 zeigen deutlich, dass unsere Verkaufsanstrengungen erfolgreich waren und die Lagersituation in den Verkaufskanälen verbessert werden konnte.“

Besonders positiv ist das Quartal für Nokia in China gelaufen, wo Umsatz und Stückzahlen gegenüber dem Vorquartal mit einem Plus von 36% bzw 41% deutlich gesteigert werden konnten. Ebenfalls gut lief auch Asia-Pacific mit einem Plus von 10% beim Umsatz und 32% bei der Stückzahl. In diesen Regionen hatte allerdings Nokia im Vorquartal den größten Rückgang hinzunehmen gehabt.

Besonders negativ hingegen Nordamerika mit einem Minus von 17% beim Umsatz unf gar 53% bei den Stückzahlen. In Europa konnten zwar die Verkaufe mit 20,7 Millionen um 13% gesteigert werden, allerdings ging der Umsatz um 16% zurück.

Die Prognosen der selbst ernannten Marktexperten Tomi Ahonen oder Eldar Murtazin sind damit jedenfalls deutlich falsifiziert worden. Wenn Nokia nächste Woche eine erfolgreiche Vorstellung des ersten Smartphones mit Windwos Phone 7.5, Codename Sea Ray, über die Bühne gebracht hat, so sollte einem Aufschwung ab dem Q4 nichts mehr entgegenstehen. Soweit ich das Gerät bisher gesehen habe, sollte es durchaus eine positive Aufnahme finden.

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