(08.02.2012, 14.00) Nokia streicht wieder Arbeitsplätze. Diesmal werden weitere 4.000 Jobs gestrichen, gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt. Das Unternehmen plant Teile der Smartphoneproduktion nach Asien zu verlegen, um die Fertigungskosten zu reduzieren, weshalb nun 4.000 Stellen in Finnland, Ungarn und Mexiko eingespart werden.
Nokia rechtfertigte die Entscheidung damit, dass der Großteil der Zulieferer sich in Asien befindet und dort auch die meisten Mobiltelefone des Konzerns verkauft werden. Die Nähe zum Markt sei für das Unternehmen von Bedeutung.
Im ungarischen Komarom werden insgesamt 2.300 Arbeitsplätze gestrichen. In Reynosa, Mexiko, werden 700 Personen ihren Arbeitsplatz verlieren und in Salo, Finnland, 1.000 Jobs eingespart. Bis Ende 2012 soll der Stellenabbau abgeschlossen sein.
Bereits im September 2011 wurde eine Fabrik Nokias in Rumänien geschlossen, wobei 2.200 Posten eingepart wurden. Die Produktion wurde in diesen Fall nach Vietnam verlagert. Der Aufbau der neuen Fabrik in Vietnam soll 200 Millionen Euro kosten, zahlt sich für den Konzern aber wegen Standortvorteilen und der Nähe zum Hauptmarkt aus.
Im Februar 2011 kam es zu einem Bündnis zwischen Microsoft und Nokia. Seitdem hat der finnische Hersteller insgesamt 14.500 Jobs eingespart. Dies bedeutet eine Entlassung von 22 Prozent der gesamten Belegschaft. Auch bei NSN (Nokia Siemens Networks) wuden insgesamt 17.000 Stellen gekürzt, wobei dieser Einsparung mit Protesten in München begegnet wurde.

(Quelle: fr-online.de)