Microsoft verfolgt konsequent alle Erzeuger von Smartphones und erzielt einen Abschluss nach dem anderen. Nun scheint auch Huawei an der Reieh zu sein.
(8.11.2011, 22:15) Wie die BBC heute meldete, steht nun auch der chinesische Hersteller Huawei vor dem Abschluss von Lizenzvereinbarungen mit Microsoft. Microsoft behauptet bekanntlich, dass Android seine Patente verletze und verfolgt generell alles was auf Linux und Open Source basiert mit großer Ausdauer und Energie. Die Einnahmen aus Lizenzverträgen mit Herstellern von Android Geräten übersteigen wahrscheinlich die mit dem eigenen und völlig erfolglosen Smartphone-Betriebssystem bereits um ein Vielfaches.
Allerdings hat Huaweis Marketing Chef Victor Xu gegenüber BBC auf eigene 65.000 Patente verwiesen und dass man damit ausreichend in der Lage sei sich zu verteidigen. Immerhin ist Huawei weltweit der zweitgrößte Ausrüster von Telekom-Equipment.
In einem Interview mit dem San Francisco Chronicle hatte kürzlich Horacio Gutiérrez, bei Microsoft stellvertretender Leiter der Rechtsabteilung, behauptet, Microsoft habe viele kritische Funktionen erfunden, die heute ein Smartphone ausmachen. Das Unternehmen habe auch über Jahrzehnte mehr Geld als jeder andere in die Entwicklung von Betriebssystemen investiert.
Letzeres mag im wörtlichen Sinn stimmen, aber die Entwickler von Unix, Linux und der Open Source Community widersprechen hier heftig. Es sei im Gegenteil so, dass Microsoft hauptsächlich von Linux und Open Source abgekupfert habe. Aber im Gegensatz zur Open Source Community habe eben Microsoft die Organisation und die Mittel für alle Erfindungen, auch wenn sie zuerst in Linux oder einem anderen Open Source Projekt zu finden seien, die Patente anzumelden und die Innovation damit fälschlich für sich in Anspruch zu nehmen.
(
)
© Telekom-Presse
 |
Reaktionen auf diesen Artikel
|
|
Wiener, 09.11.2011
Fragt sich nur...
wie viele Jahrzehnte es dauert, bis unsere Kommissare in Brüssel draufkommen, daß hier dringend internationales Recht ausgehandelt werden muß. Von den Bürgern will sicher niemand, daß sich allein Organisationen mit teurer Rechtsabteilung ihre Rechte auf Patente einfach kaufen können. Über den Konsum finanzieren wir dann wieder ein paar Abkassierer - so wie wir mit den eigenen Veranlagungen den Börsenzockern das Spielgeld in die Hand geben, um in erster Linie sich selbst zu bereichern.
|
|