(15.02.2012, 17:30) Knapp vier Wochen nach der Festnahme der Gründer des Filehosters Megaupload wurde nun Mitbegründer Mathias Ortmann gegen Zahlung einer Kaution in Neuseeland freigelassen. Der Deutsche darf sich allerdings nur im Haus eines mitangeklagten Niederländers in Auckland aufhalten. Den Begründern des Filehosters wird vorgeworfen, Urheberrechte verletzt zu und Geldwäsche betrieben zu haben.
Nun wurde Mathias Ortmann von Richter David McNaughton auf freiem Fuß gesetzt. Wie hoch die Kaution war, die bezahlt werden musste, ist nicht bekannt. Zu den Auflagen für die Freilassung zählen ein strenges Internetverbot sowie ständige Polizeiüberwachung.
Laut FBI war Ortmann der zweite Mann hinter Kim Schmitz alias Kim Dotcom, der sich noch in Haft befindet. Ortmann hätte bereits Ende Jänner freikommen sollen, allerdings wurden die Finanzen des Angeklagten noch genauer untersucht.
Der Megaupload-Mitbegründer hatte zwischen 2005 und 2010 um die 14,5 Millionen Dollar über das Portal eingenommen. In 2011 konnte er drei Millionen Dollar erlangen. Insgesamt wurden aber 20,2 Millionen Dollar auf seinen Konten gefunden, was um 3,5 Millionen Dollar mehr ist, als angegeben wurde. Drei der vier Festgenommenen sind nun auf Kaution frei. Der niedeländische Chef-Programmierer Bram van der Kolk und der deutsche Markteing-Chef Finn Batato wurden bereits, ebenfalls unter strengen Auflagen, aus der Haft entlassen. Firmenchef Kim Schmitz wartet noch auf seine Anhörung vor Gericht, bei der es um seine Auslieferung an die USA gehen wird. Die Anhörung beginnt am 22. Februar in Neuseeland. Der deutschstämmige Gründer und Betreiber von MegaUpload müsste eine Überstellung in die USA nicht befürchten, wäre er in seinem Heimatland gewesen, da Deutschland kein Abkommen mit den Vereinigten Staaten hat.
Megauplaod ist ein bereits gesperrter Filehoster, der ingsgesamt, so die US-Justiz, Inhabern von Urheberrechten mehr als 500 Millionen Dollar Schaden zugefügt haben soll. Dabei haben die Betreiber des Portals insgesamt mehr als 175 Millionen Dollar mit der illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials verdient.

(Quelle: stuff.co.nz)