(10.02.2012, 09:27) Smart TV war bei der Consumer Electronics Show heuer bereits zum zweiten Mal der ganz große Trend. Vor allem Samsung baute sein Angebot beträchtlich aus. Der Elektronikkonzern erwartet heuer den Verkauf von 26 Millionen Fernsehern. Die im Jänner neu vorgestellten Geräte mit Gesten- und Sprachsteuerung sollen international ab März lieferbar sein, wie die koreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldete.
Nahezu zeitgleich berichtete Yonhap über die Ankündigung von Koreas größtem Festnetzanbieter, den Zugang dieser Smart TVs in ihr Netz zu limitieren oder zu sperren, da sie das Netz zu stark belasten würden und damit andere Nutzer einschränken würden.
Heute setzt nun KT seine Ankündigung in die Tat um und sperrt den Zugriff von Samsungs Geräten zu seinen Breitband Angeboten. Angeblich würde dadurch das Netz um bis 265-mal verlangsamt, wenn diese Geräte in größeren Maßstab genutzt werden. KT verlangt von den Geräteherstellern eine finanzielle Abgeltung für die zusätzliche Belastung des Netzes. Dies lehnte aber Samsung in einem Statement umgehend ab.
Die Aktion von KT scheint auch den Regulator, die Korea Communications Commission, auf den Plan zu rufen. Die Aktion von KT wurde verurteilt und regulatorische Maßnahmen angekündigt.
Das Glasfasernetz in Südkorea ist das weltweit schnellste und am weitesten entwickelte. Interessant zu sehen, welche Belastungen Fernsehen via Internet selbst für so ein gut ausgebautes Breitband Netz bedeuten kann.