(13. 02. 2012; 13:00) Eine gestern veröffentlichte Studie von BITKOM belegt, dass die Nutzung von Sozialen Netzwerken rapide angestiegen ist. Zum Vergleich wurden die Daten aus den Monaten Dezember 2010 und Dezember 2011 herangezogen.
Internetnutzer in Deutschland verbringen fast ein Viertel (23 Prozent) ihrer gesamten Online-Zeit in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ oder Xing. Vor einem Jahr waren es erst 14 Prozent. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis einer repräsentativen Erhebung des Marktforschungsunternehmens comScore. „Soziale Online-Netzwerke sind inzwischen zentrale Anlaufpunkte im Web, die unterschiedliche Anwendungen und Inhalte auf einer Plattform vereinen“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.
Auf dem zweiten Platz liegen Musik-, Foto- und Video-Websites, wo die User knapp 9 Prozent ihrer Internetzeit verbringen, im Vorjahr waren es sieben Prozent. Auf Online-Portalen verbringen die Nutzer nur noch 7 Prozent ihrer Zeit, im Gegensatz zu 2011, wo es noch 10 Prozent waren.
Portale wie Yahoo, T-Online.de oder MSN.de bündeln Online-Angebote, darunter Nachrichten, Videos, Shopping oder Suchfunktionen, und dienen häufig als Startseite ins Internet. Eigenständige Instant Messenger auf Platz vier haben an Bedeutung verloren. Ihr Anteil an der Online-Zeit der Nutzer beträgt nur noch 3,8 Prozent, nach 8,6 Prozent im Vorjahr. Viele Nutzer weichen stattdessen auf die in Online-Netzwerken integrierten Chat-Funktionen aus.
Auf den weiteren Plätzen folgen Online-Spiele (3,7 Prozent der Online-Zeit), Online-Auktionen (3 Prozent), die Recherche in Suchmaschinen (2 Prozent) oder der Besuch von Nachrichtenseiten (1,9 Prozent).
Wie die Erhebung zeigt, werden die Sozialen Online-Netzwerke mit Abstand am intensivsten genutzt. Freunde und Kollegen kommunizieren miteinander, informieren sich über das Tagesgeschehen und teilen Musik und Videoclips. Angebote anderer Websites werden direkt in die Netzwerke eingebunden. Zudem können die Nutzer ihre jeweiligen Profile auf ihre Interessen abstimmen und so ihre eigenen Inhalte zusammenstellen.