(11.02.2012, 10:40) Vor einiger Zeit hatten eine Reihe von Verwertungsagenturen der Content-Industrie eine Plattform „Kunst hat Recht“ gebildet. Als Anlaufstelle dient die PR-Agentur The Skills Group. Getragen wird die Initiative aber offensichtlich von recht dubiosen Vereinen wie AKM, austro mechana, Literar Mechana oder VAM (komplette Liste laut Impressum siehe am Ende des Beitrages).
Diese Organisationen kassieren Abgaben von Events, Festplatten, Druckern etc. Was mit dem vielen Geld passiert ist aber ziemlich unklar, der geringste Teil davon kommt wohl den Künstlern und Autoren zu Gute, in deren Namen man kassieren geht.
Einige kaum bekannte Künstler und Autoren konnten als Aushängeschilder gewonnen werden. Nun hat sich auf Facebook eine „Kunst gegen Überwachung“ gebildet, die ein Gegengewicht zu den Lobbyisten bilden will.
Auch die Logos der beiden Initiativen sind sehr ähnlich gestaltet:

Das zentrale Anliegen von "Kunst gegen Überwachung" wurde in einer Grafik zusammengefasst, zu der es heißt: „Der Text "Das wahre Gesicht der Kampagne kunsthatrecht.at" selbst wurde von einigen KünstlerInnen aus verschiedenen Bereichen verfasst. Wir haben in unserem eigenen Umfeld schon Leute erlebt, die sich von der harmlosen, sympathischen Oberfläche von "Kunst hat Recht" in die Irre führen liessen und unterschrieben haben, ohne die Forderungen im Detail mitbekommen zu haben. Dem wollen wir entgegenwirken!“

Das Impressum von „Kunst hat Recht“
The Skills Group GmbH, Organisationsbüro „Kunst hat Recht.“ der Initiatoren von „Kunst hat Recht.“ sowie folgender Organisationen: AKM Staatlich genehmigte Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger, austro mechana Gesellschaft zur Wahrnehmung mechanischmusikalischer Urheberrechte, LITERAR MECHANA Wahrnehmungsgesellschaft für Urheberrechte, VBK Verwertungsgesellschaft Bildende Kunst, Fotografie und Choreografie, LSG Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten, VAM Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien.
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