IFPI möchte angeblich Google verklagen

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IFPI möchte angeblich Google verklagen

 
 

Der Musikverband "International Federation of the Phonographic Industry" (IFPI) möchte nun offenbar rechtliche Schritte gegen Google einleiten, um zu erreichen, dass der Suchmaschinendienst Links zu illegalen Downloads weniger präsent in der Trefferliste platziert.

 

(22.02.2012, 16:30) Medienberichten zufolge droht der internationale Musikverband IFPI Google nun mit einer Klage, wobei die Rechtsabteilung des Konzerns gerade an der Erstellung eines Gutachtens arbeiten soll, mit dem man feststellen möchte, ob es möglich ist, gegen Google kartellrechtlich wegen seiner Monopolstellung vorzugehen.

 

Auslöser ist die Praxis Googles, Links zu Raubkopien genauso präsent darzustellen wie Links zu legalen Angeboten. Der Musikverband fordert die Trefferliste "präventiv" zu filtern, um so legalen Angeboten den Vorzug zu sichern. Google lehnte dies bisher mit dem Hinweis, dass der Einbau eines derartigen Filters technisch nicht möglich sei, ab.

 

Einem Bericht zufolge soll es auch Beweise geben, dass der Suchmaschinen-Riese in der Vergangenheit der Musikindustrie bereits umfassend entgegengekommen ist. Dabei soll Google der Unterhaltungsindustrie spezielle Suchmasken zur Verfügung gestellt haben, mit denen Massenabfragen möglich seien. Damit konnten beziehungsweise können die rechtskundigen Mitarbeiter der Musikverbände die Suchergebnisse von Google nach illegalen, störenden Links durchforsten und verdächtige Seiten dem Unternehmen melden. Google würde diese Links in Folge entfernen, heißt es. Auch Google "Blogger" soll von dieser Zensur betroffen sein, wobei alle Links zu Raubkopien auch bei dem unternehmenseignen Blog-Portal beseitigt werden.

 

Angeblich sollen im letzten Jahr zwischen August und Dezember um die 460.000 Anträge zur Löschung von Links eingegangen sein. Google zufolge wurden in 2011 insgesamt gar fünf Millionen zweifelhafte Links entfernt. Betroffen davon sind Seiten, die illegale Inhalte anbieten, aber auch solche, auf denen nur Links zu entsprechenden Seiten aufscheinen.

 

Trotz dieser an und für sich schon sehr restriktiven Vorgehensweise gegen illegales Filesharing ist der Musikindustrie Googles Kooperationsbereitschaft offenbar nicht ausreichend. Der Musikverband möchte, dass Google die Suchergebnisse anders - und zwar nach eigenen Vorstellungen - anzeigt und wird versuchen, dies mit einer entsprechenden Klage durchzusetzen. Bereits im Jänner wurde Google von der IFPI und der RIAA (Recording Industry Association of America) ein sogenannter "Voluntary Code of Practice" vorgeschlagen, bei dem das Unternehmen angehalten wird, freiwillig Filesharing-Content aus den Suchergebnissen zu löschen und legale Links an oberster Stelle zu reihen.

 

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