(08.02.2012, 10:00) Das erste Quartalsergebnis seit dem Börsengang vom US-Rabattportal Groupon zeigt einen deutlichen Umsatzzuwachs, gleichzeitig aber auch einen Verlust, der die Aktie nachbörslich einbrechen ließ. Der Aktienwert fiel dabei um 15,6 Prozent auf 29,75 Dollar. Das Ergebnis fiel damit ernüchternd aus und führt zu Überlegungen über das Potential des bestehenden Geschäftsmodells.
Für Anleger beträgt der anteilige Verlust 42,7 Millionen Dollar (32,2 Millionen Euro) für das vierte Quartal. Pro Aktie kam es zu einem bereinigten Verlust von zwei Cent, was Analysten überraschte, die mit einem Gewinn von bis zu 3 Cent pro Wertpapier rechneten.
Der Umsatz hat sich seit dem Börsengang im November allerdings fast verdoppelt und liegt bei 506,5 Millionen Dollar, was einer Zunahme um 194 Prozent entspricht. Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um 420 Prozent auf 1.624 Milliarden Dollar. Allerdings rutschte das Unternehmen auch hinsichtlich des gesamten Jahres in dir roten Zahlen, wobei der Gesamtverlust 261,8 Millionen Dolla beträgt.
Groupons Kundenbasis wuchs in 2011 um 275 Prozent auf 33 Millionen Nutzer. Das Unternehmen geht für das laufende Quartal von einem Umsatz von 510 bis 550 Millionen Dollas sowie einem Gewinn von 15 bis 35 Millionen Dollar aus. Ob diese hohen Erwartungen eintreten werden, wird sich zeigen. Das Unternehmen betreibt zwar eines der am schnellsten wachsenen Gesschäftsbereiche in Amerika, ist aber stark in den roten Zahlen.
Groupon verkauft Rabatt-Coupons für lokale Unternehmen und erhält einen Erlös für die Vermittlung dieser Angebote. Das Unternehmen setzte in der vergangenheit alles daran, kleine Konkurrenzunternehmen aufzukaufen und konnte sich damit einen entsprechenden Marktanteil sichern. Allerdings muss sich das Unternehmen gegenüber High-Power Rivalen wie Google oder Amazon beweisen.