(20.02.2012, 12:15) Google arbeitet gerade an einem neuen Passwort-Manager für Chrome, der automatisch starke Passwörter für Nutzer erstellen soll. Derzeit befindet sich der Passwort-Generator noch in der Design-Phase. Wie der Prozess aber funktioniert, wurde von Google bereits recht detailliert beschrieben.
Wenn ein Nutzer eine Seite über den Chrome-Browser besucht, und der Browser ein Eingabefeld erkennt, soll am rechten Rand ein kleines Schlüsselsymbol eingeblendet werden. Der Nutzer hat in diesem Fall die Wahl, das Passwort entweder manuell einzugeben oder aber auf das Schlüsselsymbol zu klicken und damit den automatischen Passwort-Manager zu aktivieren. Die Schwierigkeit für die Entwickler liegt in erster Linie in der Erstellung von Algorithmen zur zuverlässigen Erkennung von Webseiten mit Eingabefeldern.
Sobald man das Schlüsselsymbol anklickt, öffnet sich eine Sprechblase, in der ein zufälliges Passwort automatisch eingetragen wird. Wenn man auf "Try it" klickt, wird das generierte Passwort in das Eingabefeld übernommen. Es kann, wenn einem das Passwort nicht gefallen sollte, auch ein anderes gewählt werden, indem man auf einen "Reload"-Button klickt. Ein einmal ausgewähltes Passwort wird über das System von Chrome automatisch über alle Rechner synchronisiert, sofern das Synchronisations-Feature aktiviert ist. Dies soll auch der wesentliche Vorteil des Systems sein, da damit ein starkes Passwort über alle Dienste hinweg zum Einsatz kommt.
Das von Google generierte Passwort enthält Nummern, große und kleine Buchstaben, Sonderzeichen und Ziffern, wobei Expertenratschläge für die Zusammensetzung von Passwörtern befolgt werden. Damit soll es für Hacker unmöglich werden, die Passwörter zu knacken und auch für Nutzer schwierig werden, sich die komplexen Zusammenstellungen zu merken. Der wesentliche Vorteil hierbei ist, dass Nutzer die Kennwörter in diesem Fall nicht leichtsinnig weitergeben können.
Häufig verwenden Nutzer aus Bequemlichkeitsgründen kurze und einfache Passwörter und begehen zudem oft den Fehler, dasselbe PKennwort für mehrere Dienste zu verwenden. Da aber das Abwickeln von Geschäften und insbesondere auch finanziellen Transaktionen über das Netz immer bedeutender wird, wäre ein gut funktionierender Passwort-Manager durchaus wünschenswert. Dramatisch wäre es aber, wenn das Passwort-System versagt und sich Fehler einschleichen, die sich Hacker zunutze manchen können um auf sämtliche Passwörter der Nutzer zuzugreifen, indem die Browser-Authentifizierung gehackt wird. In diesem Fall würden sämtliche Passwörter von Nutzern mit einem Mal verloren sein, weshalb eine einheitliche Verwaltung von Passwörtern eine enorm heikle Angelegenheit darstellt. Ob man sich Google somit bei der Erstellung von Passwörtern anvertrauen möchte, sollte man sich wohl besser zwei Mal überlegen.