(16.02.2012; 10:10) Das soziale Netzwerk Facebook baut auf der Verwendung von realen Namen und realen Identitäten auf. In Kürze erlaubt Facebook bekannten Persönlichkeiten ihre Konten zu verifizieren damit es ihnen möglich wird, Spitznamen anstatt ihres Geburtsnamen zu verwenden. Diejenigen, mit einem verifizierten Account, erhalten eine prominentere Platzierung im Bereich "Personen, die man abonnieren sollte.
Bei den verifizierten Accounts handelt es sich nicht um eine Abkehr von der gängigen Facebook Politik, das User sich mit ihren richtigen Namen im Netzwerk registrieren müssen. Stattdessen ist es ein Weg, um sicherzustellen, dass die User nicht Seiten von Betrügern abonnieren. Ebenso ist es eine Möglichkeit, im Kampf mit Twitter das Interesse der User zu kontrollieren.
Verifikationsprozess
Einige Benutzer mit vielen Abonnenten werden benachrichtigt, dass sie die Option erhalten ihre Identität zu verifizieren. Es besteht keine Möglichkeit eine Überprüfung auf eigenen Wunsch zu starten, sondern man wird dafür von Facebook ausgewählt. Die ausgewählten Benutzer werden aufgefordert ein Bild eines amtlichen Lichtbildausweise vorzulegen, welches nach der Überprüfung gelöst wird. Ebenso erhalten die User die Option, einen alternativen Namen zu verwenden, der in der Suche aufscheint und dieser kann gemeinsam mit dem echten Namen oder als dessen Ersatz aufscheinen.

Zum Beispiel Stefani Germanotta, die besser bekannt ist als Lady Gaga, kann einen verifizierten Account verwenden, um zu beweisen, dass sie die berühmte Stefani Germanotta ist. Als Beweis wird ihr Name entweder als "Stefani Germanotta (Lady Gaga)" oder als "Lady Gaga" mit dem Hinweis Stefani Germanotta auf der Profilseite dargestellt. Auf diese Weise würde Lady Gaga häufiger in den Facebook Anregungen zum Abonnieren erscheinen. Darüber hinaus würden diejenigen, die ihre Musik genießen, nicht versehentlich auf die Seite einer anderen Person mit dem gleichen Namen landen. Ein Konto könnte mit diesem Namen registriert worden sein, in der Hoffnung, viele Abonnenten anzusprechen um diese spamen zu können.
Das Überprüfungsprogramm von Facebook
Facebook wird alternative Namen manuell genehmigen, um sicherzustellen, dass es sich um richtige Künstlernamen, Pseudonymen oder anderen etablierten Spitznamen handelt. Das soziale Netzwerk muss bei der Verifizierung vorsichtig vorgehen, wenn es nicht unabsichtlich Fake-Accounts verifizieren möchte, wie dies Twitter mit dem Wendi Murdoch Fiasko passiert ist.
Im Gegensatz zu den Überprüfungsprogrammen von Twitter oder Google+ verwendet das Programm von Facebook keine Art von Abzeichen oder Denotationen für überprüfte Konten. Dies könnte die Fähigkeit des Programms, die User zu leiten, verringern. Dieses neue System sollte nicht mit dem verifizierten Entwickler-Programm oder der sekundären E-Mail-Überprüfung verwechselt werden.
Bisher mussten diejenigen, die ihren Spitznamen verwenden wollten, ihren offiziellen Namen ändern. Die Vorgehensweise dafür war es, den echten Namen in Klammern darzustellen, aber Facebook erstellt seit seinem Start eine Blockliste für inakzeptable Worte. Ebenso konnte eine Veränderung des Namens in einen unberechtigten Namen dazu führen, dass der Profilname damit unveränderbar wurde.
Politik der richtigen Namen
Facebook erlaubt den User ihren Mädchennamen zu verwenden oder den richtigen Namen in einer anderen Sprache im Profil und der Suche darzustellen, aber nicht auf der ganzen Seite, wie es bei einem verifizierten alternativen Namen möglich wird. In dem Bemühen, den Service zu verbessern und die Politik der richtigen Namen durchzusetzen, hat Facebook gegen Ende 2010 die Verwendung von Sonderzeichen in Namen verboten.
Drei Monate später startet Facebook ein asymmetrisches Follow-Feature zum Abonnieren der öffentlichen Updates von Personen, an denen man Interesse hat, aber nicht für Freunde. Es gab keine weitreichenden Berichte über Spambetrüger, aber dies konnte das Problem lösen, ohne dass dabei die Konten von normalen Leuten, die eine berühmten Namen haben, beeinflusst wurden.
Abonnieren
Facebook hat große Fortschritte gemacht um Prominenten sowie Journalisten einen Anreiz zu bitten, das Feature zu verwenden, mit dem neue Abonnenten angesprochen werden können. Es ist eine einfacher Weg diese zu erreichen. Es gibt im sozialen Netzwerk Facebook acht Mal mehr Abonnenten, die angesprochen werden können, als auf Twitter.
Die verifizierten Konten würden die Vorschläge in diesem Feature verbessern und somit für noch mehr Abonnenten sorgen. Das Feature Abonnieren ist eine große Bedrohung für das langfristige Wachstum von Twitter, denn dieses bietet eine interessante Abonnenten-Lösung, die gut genug für den Mainstream ist.