Ericsson intensiviert Patent-Vermarktung

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Ericsson intensiviert Patent-Vermarktung

 

Der schwedische Konzern erzielt jährlich bereits über 500 Millionen Euro aus Lizenzvereinbarungen. Angesichts des laufenden Patentkrieges will Ericsson offenbar die Umsätze aus den Patenten ausweiten.

 

(16.1.2012, 12:12) Um seinen Bestand an Patenten noch besser zu vermarkten, hat Ericsson mit sofortiger Wirkung die Abteilung „Licensing and Patent Development“ neu organisiert. Im Rahmen dieser Reorganisation wird  Kasim Alfalahi, der Chief Intellectual Property Officer des Konzerns, der bisher an den Chief Technology Officer (CTO) des Unternehmens berichtete, nun direkt an Hans Vestberg, President und CEO von Ericsson, berichten.

Ericsson besitzt mit rund 27.000 Patenten den größten Bestand an geistigen Eigentumsrechten der Branche. Die Patente, die Ericsson erteilt wurden, betreffen einen breiten Technologiebereich - von mobilen Zugangstechniken (2G, 3G und 4G) über WLAN bis hin zur gesamten Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK).

Ericsson erzielte bereits im Jahre 2010 Netto-Lizenzerlöse von 518 Millionen Euro und hat aktuell über 90 Lizenzvereinbarungen abgeschlossen. Durch die zunehmende Ausstattung unterschiedlichster Endgeräte mit Funktechnologien erwartet Ericsson ein Einnahmewachstum in diesem Bereich. So werden in der Unterhaltungselektronik neben Smartphones, Notebooks und Tablet-PCs immer mehr Geräte wie tragbare Spielekonsolen, Fotoapparate oder Videokameras in Zukunft mit integrierter Mobilfunkanbindung ausgerüstet.

Noch stärker soll das Wachstum im Machine-to-Machine-Bereich (M2M) ausfallen. Insgesamt erwartet Ericsson weltweit im Jahr 2020 bis zu 50 Milliarden vernetzte Endgeräte. Jeder Hersteller, der Mobilfunktechnik einsetzt, wird dazu Lizenzvereinbarungen mit Ericsson abschließen müssen.

Ericssons Chief Intellectual Property Officer, Kasim Alfalahi unterstreicht, dass Ericsson dabei bleibe, seine Patente nach dem sogenannten FRAND-Verfahren allen interessierten Parteien zu fairen, angemessenen, nicht-diskriminierenden Konditionen zur Verfügung zu stellen, um auch weiterhin ein rasches Marktwachstum zu gewährleisten. „FRAND macht Ericsson zum bevorzugten Partner sowohl für Neueinsteiger als auch für etablierte Firmen im Markt.“

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