(10. 02. 2012; 14:00) Steven Sinofsky, Geschäftsleiter von Windows Division, erklärt in einem sehr ausführlichen Blog die Entwicklungen zu Windows on Arm und dass es sich bei Windows 8 für ARM, noch um eine in Entwicklung befindliche Software handelt und diese nicht zum Start der Consumer Preview fertig sein wird. Vor allem werde es aller Voraussicht nach, noch nicht alle entsprechenden Geräte unterstützen.
Grundsätzlich soll sich WOA (Windows on Arm) nicht von Windows 8 auf x86/64-Chips basierenden Geräte unterscheiden. Die Anwendungen werden auf die gleiche Weise begonnen und gestartet. Es soll nach Angaben von Steven Sinofsky auch beinahe die gleichen Funktionen bieten. Auch das Nutzen der verschiedenen Features soll auf die gleiche Weise funktionieren. Das ist vor allem dadurch möglich, da es auf den gleichen Code wie Windows 8 aufbaut.
Neben dem Metro-Design wird auch weiterhin der Desktop-Modus zur Verfügung stehen. In diesem Modus fällt zwar der bekannte Start-Knopf weg, aber der Datei-Explorer und der Internet Explorer bleiben erhalten. Welche Funktionen von Office 15 genau vorab installiert sein werden, gibt Microsoft noch nicht bekannt. Der wegrationalisierte Start-Knopf scheint nach ersten Screenshots auch nicht zu fehlen, da das Metro-Design auch für Tochscreens optimiert wurde.
Als generelle Neuerung bei WOA ist der neue Energiemodus zu sehen. Dieser ermöglicht, dass das Gerät nie ausgeschaltet werden muss, aber dennoch kaum Akku verbraucht. Als Vorbild dazu dienten Smartphones, die von Nutzern selten bis gar nicht ausgeschalten werden. Der sogenannte Connected Standby-Modus ermöglicht dem Nutzer, dass die laufenden Anwendungen ständig aktualisiert werden, aber der Akku in diesem Zustand bis zu einigen Wochen halten soll, ohne ihn dazwischen aufladen zu müssen. Außerdem wird daran gearbeitet, diesen Modus auch bei x86/64-Chips zu implementieren.
Steven Sinofsky stellt zudem klar, dass Windows on Arm ausschließlich auf dafür konzipierten Geräten laufen wird. Das OS und die nötigen Treiber werden bei jedem Gerät vorinstalliert sein. Applikationen für diese Geräte, werden über den Windows-App-Store angeboten, sonst nirgends. Über Windows Update werden bei WOA auch alle nötigen Firmware-Updates eingespielt. Zudem wurde von den Partnern Nvidia, Qualcomm und Texas Instruments auch ein eigener DirectX-Grafiktreiber entwickelt. Sämtliche Treiber werden auch nur über den Windows App-Store erhältlich sein.
Für Entwickler von Windows Applikationen gibt es jedoch einige Einschränkungen, da WOA das Portieren existierender Apps nicht unterstützt. Entwickler werden daher auf das Metro-Design setzen müssen. Unterstützte Programmiersprachen sind solche wie C#, HTML5 und auch Jscript. Das Code-Target muss aber WinRT sein.
Die Ende Februar erscheinende Betaversion von Windows 8 für x86/64-Chips kann auf alle PCs mit Windows 7 installiert werden. Niedrigere Versionen unterstützt das neue OS nicht. Die Vorab Version für WOA wird nur einigen wenigen zur Verfügung stehen und nach Aussagen von Steven Sinofsky ist diese auch noch nicht der finalen gleich zu setzen.
(Quelle: YouTube)
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