Das auf Displays spezialisierte Unternehmen Samsung plant mit dem durch das Gorilla Glas bekannten Hersteller Corning eine Kapitalgesellschaft in Korea zu gründen. Hauptaugenmerk liegt auf der Produktion von organischen Displays.
(06. 02. 2012; 20:00) Letzten Herbst stellte Corning eine neue besonders robuste Glassorte vor. Das Lotus Glas soll sich hervorragend für die Herstellung von Displays mit LTPS-Substrat (Low Temperature PolySilicon) und Oxidhalbleiter-Transistoren eignen.
Durch die höhere Beweglichkeit der Elektronen von Polysilizium, im Gegensatz zu derzeit verwendetem amorphem Silizium, lassen sich erheblich mehr Transistoren auf gleicher Fläche einbauen. Dadurch lässt sich die Ansteuerelektronik direkt auf dem Panel unterbringen. Auch kleinere Pixelstrukturen sind möglich. Einen weiteren Vorteil bietet das Corning Glas in Bezug auf die extrem dünne Beschaffenheit. Dadurch sollen Geräte mit einem biegsamen Display bald keine Zukunftsvision, sondern Realität werden.
Die in das Glas eingebetteten Displays müssen vor allem dicht sein, da OLEDs nicht in Kontakt mit Sauerstoff, geschweige denn Wasser, treten dürfen. Das Lotus Glas hat dafür die besseren Voraussetzungen als das bisher von Samsung verwendete Gorilla Glas.
Ziel dieser Verbindung ist es die Entwicklung von OLEDs gemeinsam voran zu treiben und zu verbessern. Vor allem größere und dünnere TV-Geräte sind geplant. Auch im Bereich von Smartphones und Tablets soll in Zukunft das Lotus-Glas zum Einsatz kommen.
Besonders für Corning kommt diese Kooperation zur rechten Zeit. Der massive Einbruch des TV-Marktes zwang den Hersteller seine Produktion zu verringern und die Preise zu reduzieren.
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