Google will nun verstärkt in die Cloud einsteigen und soll dasAngebot dahingehend ausbauen. Der Cloud-Speicher Drive soll bald auf den Markt kommen und dabei als kostengünstigere Cloud-Lösung Dropbox Konkurrenz machen.
(09.02.2012, 12:00) Die Cloud-Speicherung von Daten wird immer beliebter und auch Google möchte sich, Medienberichten zufolge, nun verstärkt in diesen Bereich einbringen. Googles Cloud-Speicher-Lösung Drive soll, so mehrere Quellen, bald erscheinen und sich als Konkurrenzprodukt zu Dropbox etablieren. Ein genaues Datum für die Fertigstellung des neuen Google-Produktes wurde allerdings noch nicht genannt.
Der Dienst befindet sich bereits seit Jahren in Entwicklung und soll nun innerhalb der "nächsten Wochen oder Monaten" released werden. Bereits vor fünf Jahren soll an einen Cloud-Produkt mit dem Namen G-Drive gearbeitet worden sein. G-Drive hätte bereits 2007 eingeführt werden sollen, kam aber nie auf den Markt.
Mit Drive soll es möglich sein, ähnlich wie bei Dropbox, Box.net oder SugarSync, Fotos, Videos und Dokumente auf den Server zu laden und die Daten mit anderen Nutzern zu teilen. Zudem soll der Dienst Teil des Angebots Google Apps werden, welches Büroanwendungen von Google vereint. Das speichern von Daten über das Internet ist mit Google Apps bereits jetzt möglich.
Der Markt für Datenspeicherung jedenfalls nimmt laufend zu. Im vergangenen Jahr haben Nutzer für die Speicherung von Daten weltweit 830 Millionen Dollar ausgegeben, wobei man in diesem Jahr von einer Verdoppelung der Ausgaben auf 1,2 Milliarden Dollar ausgeht. Angesichts dieser hohen Nachfrage scheint eine Veröffentlichung eines neuen Speicher-Dienstes durchaus zu rechten Zeit zu erfolgen.
Dropbox wird dies allerdings weniger freuen, da man annehmen kann, dass wichtige Marktanteile an die neue Konkurrenz verloren gehen können. Der US-Cloud-Speicher-Dienst wurde 2007 von zwei Absolventen des Massachusetts Institute of Technology gegründet und hat derzeit bereits mehr als 45 Millionen registrierte Nutzer. Das Geschäftskonzept kann sich auch sehen lassen: Die Speicherung von Daten bis zu zwei GB ist kostenlos, größere Datenmengen können gegen eine Gebühr von 10 bzw 20 Dollar auf den Dropbox-Servern gelagert werden. Dropbox für Teams bietet auch 1 TB Speicher für 795 Dollar jährlich an, worauf Nutzer zeitgleich zugreifen können. Gerüchten zufolge soll Google versuchen, gerade beim Preis den bereits etablierten Dropbox-Dienst zu unterbieten, um damit die Kunden von der Konkurenz wegzulocken. Das Unternehmen äußerte sich noch nicht dazu.
Dropbox konnte in der letzten Investitionsrunde 250 Millionen Dollar erlangen und wurde mit 4 Milliarden Dollar an der Börse bewertet.
Google bietet bereits mit Google Cloud Storage einen Cloud-Speicher für Entwickler an, der über eine REST-API genutzt werden kann. Auch Google Music arbeitet mit einem Cloud-Service, der allerdings auf Musikdateien beschränkt ist. Mit Google Drive soll nun also der Fokus auf private Nutzer gelegt werden, die ihre Daten verwalten wollen.
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Meine Daten, 10.02.2012
Privatsphäre gibt es nicht
Die eigenen Daten einer dem US patriot act unterliegendenden Firma anzuvertrauen, ist, wie einen Hund auf die Wurst aufpassen zu lassen. Mit einem Unterschied: Beim Hund weiß man vorher, was nachher mit der Wurst geschieht.
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