Apple hat eine selbst angestrengte Markenrechtsklage in China verloren. Deswegen mussten alle iPads aus den Verkaufsregalen entfernt werden. Dennoch sind noch einige Geräte erhältlich, auf diese machen jetzt die chinesischen Behörden Jagd.
(13. 12. 2012: 11:00) Bei Apples Klagewelle gegen den Rest der Welt, dürfte sich nun das Karma zu Wort gemeldet haben. Die von dem kalifornischen Unternehmen angestrengte Klage gegen den taiwanesischen Display-Hersteller Proview International wurde nicht zu Gunsten Apples entschieden.
In dem Streit geht es um den Markennamen iPad, welchen der Display-Hersteller bereits in der Zeit zwischen 2000 und 2004 in der EU, Mexiko, Südkorea, Singapur, Indonesien, Thailand, Vietnam und eben auch Cina für einen Computer mit der Marke I-Pad schützen ließ. Die Rechte bis auf die für China wurden an das britische Unternehmen IP Applications verkauft. Die Richter urteilten, dass Apple somit kein Recht habe, das iPad auch unter diesem Namen in China zu vertreiben.
Als Folge des Urteils mussten alle iPads aus dem Verkehr gezogen werden. Dennoch widersetzen sich einige Händler dieser Anordnung. Auch wenn keine Geräte in den Verkaufsräumen ausgestellt sind, erhalten Kunden auf Nachfrage ein iPad. Deswegen sind nun die chinesischen Behörden verstärkt auf der Suche nach illegal verkauften iPads. Ob diese Maßnahme landesweit durchgeführt wird, ist noch unklar, dennoch birgt der Schwarzhandel von iPads für Apple eine Menge an Risiken.
Die Behörde AIC, Administration of Industry, reguliert und überwacht den chinesischen Markt. Zudem hat sie das Recht, Büros zu durchsuchen sowie Dokumente, Produkte oder auch Geschäftsausstattungen zu beschlagnahmen. Im schlimmsten Fall hat die AIC auch die Befugnis die Schließung eines Betriebs durchzusetzen. Die Behörde ist unabhängig und handelt nicht auf Weisung des Gerichts.
Die AIC dürfte direkt von Proview International beauftragt worden sein, die Sachlage unabhängig vom Gericht zu prüfen. Aufgrund des Bekanntheits- und auch Beliebtheitsgrades von Apple in China dürfte die Behörde dennoch das endgültige Urteil des Gerichts in der Provinz Guangdong abwarten und deswegen noch keine landesweiten Schritte in die Wege geleitet haben.
via
(
)
© Telekom-Presse
 |
Reaktionen auf diesen Artikel
|
|
Es wurden noch keine Reaktionen in diesem Forum eingegeben.
|
|