Der mobile Datenverkehr soll, einer Studie des Telefonaustatters Cisco zufolge, innerhalb der nächsten 5 Jahre enorm ansteigen. Vor allem bei einfachen Handys uns Smartphones wird der mobile Zugriff auf das Internet stark zunehmen.
(16.02.2012, 10:30) Im vergangenen Jahr hat sich der mobile Datenverkehr verdoppelt und lag in 2011 durchschnittlich bei 597 Petabyte (597.000 Terabyte) pro Monat. Nach einer Studie des Herstellers Cisco wird der mobile Zugriff auf das Internet via Smartphones immer beliebter und soll bis zum Jahre 2016 bis um das Achtzehnfache steigen.
In 2011 war das mobile Datenvolumen achtmal so groß wie der gesamte Internetverkehr weltweit im Jahr 2000. In Deutschland konnten sich mobile Datenverbindungen innerhalb eines Jahres mehr als verdoppeln. 2011 waren es monatlich noch durchschnittlich 18.500 Terabyte, die mobil genutzt wurden, was gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 114 Prozent entspricht.
Die durchschnittliche Ladegeschwindigkeit bei den mobilen Datenverbindungen lag 2011 bei 420 kbps. Im Jahr 2010 konnten hingegen nur 289 kbps erreicht werden. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 315 kbps. Bei der Schnelligkeit des Datendurchsatzes soll es bald zu Verbesserungen kommen. So sagt Cisco für 2016 eine Geschwindigkeit von 2,9 Mbps voraus.
Den größten Teil zum mobilen Datenvolumen (2,1 Gigabyte) trugen im vergangenen Jahr Laptops und Netbooks mit mobilem Internetzugang bei. Gefolgt werden diese Geräte von Tablets, über die 517 Megabyte gesurft wurden. Tragbare Spielkonsolen erreichten eine mobile Datenmenge von 317 Megabyte und mit Smartphones wurden 150 Megabyte mobil genutzt.
Cisco geht davon aus, dass das Datenvolumen bei allen mobilen Endgeräten steigen wird. Am markantesten wir dieser Anstieg aber bei einfachen Handys sein. Hier soll die monatlich anfallende Datenmenge von 4,3 Megabyte in 2011 innerhalb von 5 Jahren auf 108 Megabyte in 2016 steigen. Dies würde einer Zunahme der mobilen Internetzugriffe über Feature Phones um mehr als das 25-fache entsprechen. Bei Smartphones soll sich die mobil genutzte Datenmenge ebenfalls deutlich erhöhen. Innerhalb von 5 Jahren soll das Datenvolumen um das 17-fache auf 2,6 Gigabyte pro Monat steigen.
Der Studie zufolge soll ein großer Teil des Datenvolumens, welches mobil genutzt wird in Südostasien und Australien anfallen, da in diesem Raum vier der fünf Länder mit der dichtesten Bevölkerung liegen. China allein soll dabei ganze 10 Prozent zum gesamten Volumen beitragen. Nordamerika soll 18 Prozent des Datenvolumens ausmachen, Westeuropa 23 Prozent. Die übrige Datenmenge wird sich der Prognose nach auf die Regionen Lateinamerika, Afrika; dem Nahen Osten sowie Mittel- und Osteuropa zu etwa gleichen Teilen aufspalten.
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