(21.02.2012; 09:45) Apple hat neue Details über seine Pläne in Bezug auf sein Rechenzentrum in Maiden, North Carolina, enthüllt. Zu diesen gehört der Bau einer 20-Megawatt-Solaranlage mit der die Betriebstätigkeit ermöglicht werden soll. Ebenso plant das Unternehmen auch eine Brennstoffzelleanlage, die mit Biogas betrieben wird, einzusetzen. Mit dieser kann Strom mit bis zu 5-Megawatt erzeugt werden.
Die geplante Anlage von Apple wird die größte Solaranlage werden, die eingesetzt wird um den Betrieb in einem Rechenzentrum aufrecht zu erhalten. Das Unternehmen hat seine Ambitionen im Bereich der erneuerbaren Energien in seinem neusten Umweltbericht offengelegt.
Energieversorgung
Die Pläne von Apple sorgen für Schlagzeilen und werfen ein neues Licht auf die geplanten Aspekte der Energieversorgung des Rechenzentrums. Bis jetzt hat das Unternehmen nur allgemeine Aussagen zur Anlage getätigt, dabei wurden aber keine spezifischen Techniken, die zum Einsatz kommen sollen, erörtert.
Apple verwendet ein freies Kühlungssystem, dass eine Ökominisierung des Wassers vornimmt. Die kühle Außenluft wird in einen Wärmetauscher geleitet um kaltes Wasser für die Kühlung der Systeme des Rechenzentrums zu liefern. Das Unternehmen schätzt, dass dieses System während eines Jahres bis zu 75% genutzt werden kann.
Ist die Außentemperatur zu warm, wird Apple einen Chiller verwenden. Bei diesem System wird das Wasser gekühlt um damit die Server kühlen zu können. Um die Stromrechnung bei der Verwendung von Chillers zu senken, wird Apple einen Kaltwasser-Speicherbehälter betreiben. Der Inhalt des Behälters kommt zu Stoßzeiten zum Einsatz, um die gesamten Energiekosten zu senken.
Laut Apple wird dieses Rechenzentrum ein Hochspannungs-Energieverteilungssystem verwenden. Auf diese Weise wird die Effizienz erhöht sowie Leistungsverluste reduziert, wenn die Energie innerhalb des Zentrums heruntergefahren wird. Ähnliche Systeme werden von Google und Facebook in ihren Rechenzentren eingesetzt.
Weiters wird Apple Containment "Pods" verwenden, diese regulieren den Luftstrom mit Hilfe von drehzahlgeregelten Ventilatoren. Auf dieses Weise wird es dem Unternehmen möglich, die Drehzahl des Lüfters an die Temperatur sowie an den Druck innerhalb des Containment Bereichs anzupassen.
Es handelt sich bei diesen Technologien um keine neuen Methoden. Doch sie repräsentieren die Wichtigkeit von guten Praktiken beim Betrieb von Großanlagen wie der 500.000 Quadratfuß Anlage von Apple in North Carolina. Die Anlage befindet sich derzeit in der ersten Phase. In der Umwelterklärung von Apple heißt es, dass das neue Rechenzentrum in Maiden das Engagement des Unternehmens zur Verringerung der Umweltbelastung durch Anlagen mit Energieeffizienten Design darstellt.
Bewertung der Anlage
Apple hat offenbart, dass die Anlage den Status Platin erhalten hat. Dabei handelt es sich um die höchste Stufe, die unter dem LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) Rating-System für Energieeffiziente Gebäude vergeben wird. Die Anlage besteht zu 14% aus recyceltem Material, ebenso wurden 41% der eingekauften Baustoffe in einem Umkreis von 500 Meilen um Maiden bestellt. Auf diese Weise wurde versucht die Umweltauswirkungen durch Transporte über weite Strecke zu reduzieren.
Laut Apple hat bis jetzt kein anderes Rechenzentrum mit vergleichbarer Größe dieselbe LEED-Zertifizierung erhalten. Das Ziel des Unternehmens ist es, die Anlage in Maiden mit einem hohen Anteil an erneubaren Energien zu betreiben, dafür wurden große Projekte in Gang gesetzt. Dies schließt den Bau der landesweit größten Endverbraucher Solaranlage und dem Bau der größten Non-Utility-Brennstoffzellenanlage in den Vereinigten Staaten mit ein.
Die 5-Megawatt-Brennstoffzellen Anlage wird zu 100% mit Biogas betrieben und wird jährlich mehr als 40 Millionen kWh Grundlaststrom aus erneuerbaren Energien liefern. Diese Anlage befindet sich direkt neben dem Rechenzentrum. Die Nutzung solcher Anlagen um Rechenzentren zu betreiben, ist weltweit noch sehr gering. Der Grund für die geringe Verwendung sind die Wirtschaftlichkeit und die Kosten.
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