(15. 02. 2012; 10:30) Google hat es geschafft in den letzten Jahren Android zu einer der beliebtesten Betriebssysteme für Smartphones zu etablieren. Dennoch scheint die Plattform im Bereich der neuen Applikationen viel an Apple zu verlieren.
Im Jänner dieses Jahres wurden weniger Apps in den Android Market geladen als noch im Vergleich zum Vorjahr. Laut einer Studie von Flurry, ein Unternehmen, das auf die Analyse von Software-Daten spezialisiert ist, belegt, dass auf drei neue Apple-Applikationen, nur mehr eine Android-App entfällt. In 2011 war das Verhältnis noch drei zu zwei.
Während sich die Studie nur auf die Beliebtheit von Android bei Entwicklern stützt, zeigen die Entwicklungen, dass Google das Ziel der beliebtesten Applikationen am Markt nicht erreichen wird. Im Gegensatz zu derzeit 400.000 verfügbaren Apps im Android Market, gibt es bei Apple über 550.000.
Google konnte seit der Einführung des hauseigenen Betriebssystems im Jahr 2008 einen massiven Erfolg verzeichnen. Im Jahr 2011 konnte das Unternehmen auch im Bereich der Applikationen Fortschritte verzeichnen.
Seit geraumer Zeit wird von verschiedenen Forschungsinstituten eine Verlangsamung im Bereich der App-Entwicklung für Android festgestellt. Einer Studie zufolge, in der über 2000 Entwickler befragt wurden, fand man heraus, dass weniger Entwickler an Android interessiert sind. Das Interesse an der iOS von Apple hingegen bleibt unverändert.
Grund dafür sieht man hauptsächlich darin, dass Apps für Apple schneller zu entwickeln sind und auch leichter in den eigenen iTunes Store zu laden sind. Vor allem können sie bei Apple mehr und schneller Geld verdienen.
GameHouse, Macher von beliebten Spielen wie Doodle Jump und NCIS das Spiel, verdienen das Dreifache bis Vierfache an Gewinn bei Apple, als bei Android. Zudem braucht es mehr Zeit und Aufwand bei der Entwicklung des Google-Betriebssystems.
Dieser Mehraufwand liegt den vielen verschiedenen Android-Geräten und den daher auch unterschiedlichen Oberflächen zugrunde, aufgrund derer es nicht möglich ist eine einheitliche Applikation zu entwickeln. Zudem müsste jede Version auf dem passenden Gerät getestet werden, was wiederum einiges an Zeit in Anspruch nehmen würde und zuviel Geld kostet. Bei Apple sind es hingegen nur einige wenige Modelle, an die man die Software anpassen muss.
Auch die Modalitäten im iTunes Store werden von den Entwicklern sehr geschätzt, da die Kreditkarteninformationen bereits von den Nutzern im System gespeichert sind. Bei Android gestaltet sich die Abrechnung für kostenpflichtige Applikationen um einiges komplizierter. Vor allem werden im Android-Market hauptsächlich kostenslose Applikationen herunter geladen.
Trotz der geringeren Nutzung der Applikationen, verzeichnet Google weiterhin großen Erfolg bei den Umsatzzahlen von Android-Geräten.
Experten schätzen, dass aufgrund der zahlreichen Änderungen im Bereich des Betriebssystems und auch im Market, das Unternehmen weiterhin ein ernstzunehmender Konkurrent für Apple ist und auch in den nächsten Jahren noch bleiben wird.
( )© Telekom-Presse
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